BSAG zur Lage im Bremer Nahverkehr

„Bus und Bahn kein Infektionsherd“

Nicht ohne Maske in Bus und Bahn.
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Nicht ohne Maske in Bus und Bahn.

Bremen – Volle Busse? Gedränge in Straßenbahnen? Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) als Infektionsquelle für das Corona-Virus? Nachdem in den vergangenen Wochen vermehrt Meldungen die Runde machten, in Fahrzeugen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sei es zu voll, um die verordneten Mindestabstände einzuhalten, haben nun die Verantwortlichen reagiert und ihre Sicht der Dinge geschildert.

Interimsvorstand Matthias Zimmermann sieht im Bremer ÖPNV kein erhöhtes Risiko, sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts von September gingen gerade einmal 0,2 Prozent der Infektionen auf Fahrten mit Bus und Bahn zurück. In Bremen sei die Situation nicht anders. „Der ÖPNV ist kein Infektionsherd“, es gebe „so gut wie keine Infektionen von Fahrgästen oder Personal“, so Zimmermann. Die aktuellen Schutzmaßnahmen – regelmäßiges Lüften und Reinigen, Kontrollen des Ordnungsamts – seien wirksam. Dennoch würden weiter insbesondere Maskenmuffel auf ihr Fehlverhalten hingewiesen beziehungsweise dieses geahndet. Der seit Montag gestartete Winterfahrplan soll weiterhin Abhilfe schaffen, was überfüllte Fahrzeuge angeht, sagte Fahrbereichsleiterin Kirsten Krieshammer. Trotzdem, das wolle man nicht verhehlen, sei es bei „Einzelfahrten zu vollen Bussen gekommen“, insbesondere die Linie 63 zum und vom Güterverkehrszentrum und Fahrten zu Schulbeginn- und ende seien davon betroffen gewesen. Nun wolle man die nächsten zwei Wochen beobachten, um eventuell Zusatzfahrten oder ergänzende Maßnahmen zu ergreifen.

Thema Corona im Bremer Nahverkehr: Unterstützung durch private Busunternehmen?

CDU und FDP hatten private Busunternehmen ins Spiel gebracht, um die derzeitige Situation zu entschärfen. Diese mit ins Boot zu holen, sei „durchaus denkbar“, sagte Zimmermann, bei „einzelnen Fahrten“ sei man in der „Findungsphase“. „Gerade in den Spitzen wäre uns da sehr geholfen.“ Zu beachten sei allerdings, dass Reisebusse meist höher seien als die der BSAG, es häufig keinen barrierefreien Einstieg gebe. Konkrete Gespräche gab es demnach noch nicht. Sollten private Busunternehmen involviert werden, gehe das nicht von heute auf morgen. „Da reden wir von ein, zwei Wochen“, hieß es. Und Fahrgäste beispielsweise über Apps oder online in Echtzeit über überfüllte Busse und Bahnen informieren? Zimmermann: „Soweit ist die Technik noch nicht.“  ko

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