Sorge um sehr kleines Frühchen

Keime: Warten auf das Ergebnis

Bremen - Nach dem erneuten Fund von Keimen auf der Frühchen-Station des Klinikums Mitte wird in den nächsten Tagen mit ersten Ergebnissen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gerechnet. Die Experten haben ihre Untersuchungen am Sonnabend abgeschlossen, wie die Sprecherin der Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno), Karen Matiszick, gestern sagte. Es war der zweite Einsatz des RKI innerhalb von vier Monaten.

Auf der Neonatologie waren am Donnerstag (wir berichteten) erneut multiresistente ESBL-Keime gefunden worden. Sie wurden an drei Babys nachgewiesen. Die Säuglinge seien „besiedelt“, aber nicht infiziert, heißt es. Im vergangenen Jahr hatten sich im Klinikum Mitte mindestens 25 Babys mit dem Darmkeim angesteckt. Drei starben, mehrere erkrankten.

Das RKI-Team studierte jetzt unter anderem die Krankenakten und untersuchte die Station. Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) verhängte einen Aufnahmestopp für die Station. Die Klinik testet zur Zeit, wie es hieß, die knapp 50 Mitarbeiter auf den Erreger. Die ersten Ergebnisse soll es in einigen Tagen geben. Doch die Untersuchung ist langwierig: Bei den Klinik-Mitarbeitern müssten mehrere Abstriche genommen werden, so die Sprecherin. An den Müttern waren laut Matiszick weder vor noch nach der Geburt ESBL-Keime gefunden worden.

Noch ist offen, ob es sich bei allen drei Kindern um denselben Bakterienstamm handelt und ob es wiederum der gleiche wie 2011 ist. Ein Labor in Bochum wertet die Proben aus. Der Bericht wird aber erst in drei Wochen vorliegen.

Während zwei der mit dem Keim besiedelten Babys (ein Junge, ein Mädchen) bereits um 2 000 Gramm wiegen, handelt es sich den Angaben nach bei dem dritten um ein sehr kleines Frühchen, bei dem es Komplikationen bei der Geburt gab. Sein Zustand bereite den Ärzten Sorgen, sagte Matiszick. „Das hat aber nichts mit dem Keim zu tun.“

Die betroffenen Babys liegen derzeit in isolierten Zimmern der Neonatologie. Auch das Personal, das mit ihnen Kontakt hatte, darf mit den anderen kleinen Patienten nicht in Berührung kommen. · lni/gn

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