Karl-Nix-Stiftung zeichnet Jahrgangsbeste aus

„Das ist auch eine Frage des Willens“

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Dr. Jens Uwe Nölle zeichnete Julia Ebbinghaus (l.) und Sabrina Rhode als Jahrgangsbeste aus.

Bremen - „Leistung zahlt sich aus“ – das glaubte Karl Nix. Der Bremer Kaufmann (1909 bis 1987) war davon überzeugt, dass Prämien für Fleiß und Leistung helfen, den Leistungsgedanken wieder positiv zu besetzen. Und deshalb zeichnet die mit seinem ganzen Vermögen ausgestattete Stiftung die jeweiligen Jahrgangsbesten in den verschiedenen Schulstufen und Ausbildungsberufen aus – in diesem Jahr zum 28. Mal.

Julia Ebbinghaus aus Bremen spielt Klavier, betreibt viel Sport – und hat trotzdem ein Abitur mit 895 von 900 Punkten am Ökumenischen Gymnasium hingelegt. Die Jahrgangsbeste hat eine Passion für Naturwissenschaften und als Prüfungsfächer Mathematik, Englisch und Chemie sowie Politik in der mündlichen Prüfung. „Zugeflogen ist mir das alles nicht, lernen muss man schon“, sagt die 19-Jährige. In Münster studiert sie jetzt an der westfälischen Wilhelms-Universität Medizin mit dem Ziel, in der klinischen Forschung im Krankenhaus zu arbeiten. Später möchte sie sich außerdem bei der Hilforganisation „Ärzte ohne Grenzen“ engagieren, denn „wichtig ist mir vor allem soziales Engagement“.

Engagement – das könnte auch der Titel der schulischen und beruflichen Laufbahn von Sabrina Rohde sein. Die 26-Jährige aus Achim wählte nach dem erweiterten Realschulabschluss erst einmal die berufliche Laufbahn und wurde Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie arbeitete in Teilzeit am Klinikum Bremen-Ost und machte über den zweiten Bildungsweg am College in Bremen als Jahrgangsbeste ihr Abitur mit 1,0 (888 Punkte) nach. „Das ist eine Frage des Willens und der Motiviation“, sagt sie. Gerade hat sie an der Medizinischen Hochschule Hannover ein Studium der Humanmedizin begonnen. Die tollen Abschlüsse der beiden Besten wurden mit je 2500 Euro honoriert.

Bei der Preisverleihung im Dorint Park-Hotel Bremen würdigte der Vorstandsvorsitzende der Karl-Nix-Stiftung, Dr. Jens-Uwe Nölle, die herausragenden Leistungen der Preisträger. Und er lobte auch die Lehrer, die die jungen Menschen trotz beschränkter Voraussetzungen fördern und immer wieder motivieren. Bemerkenswert wie er fand, denn finanziell werde „für Bildung allenfalls das Nötigste getan“.

sk

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