Präses fordert Abstimmung mit Einzelhandel

Kammer befürchtet Verkehrskollaps

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Das Harms-Gebäude am Wall. - Foto: Reineking

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Die Handelskammer Bremen befürchtet angesichts mehrerer großer Baustellen in der Innenstadt einen Verkehrskollaps. Sie fordert von den Planern, die Baustellenlogistik mit dem Einzelhandel abzustimmen.

Insbesondere geht es der Kammer um die Straße Am Wall, wo endlich die Brandruine von Harms verschwinden soll und daher eine Einbahnstraßenregelung und/ oder Vollsperrung droht, sowie um den Herdentorsteinweg.

Wie berichtet, planen Bauressort und Amt für Straßen und Verkehr (ASV) in diesem Jahr mindestens 400 Baustellen, von denen 200 bereits recht konkret sind – wie der Abriss des Harms-Gebäudes, das im Mai 2015 durch Brandstiftung vernichtet wurde. Eigentümer Marco Bremermann will die Ruine abreißen und einen Neubau mit mehr Stockwerken hinstellen. 

Bisher hat sich der Abriss immer wieder verzögert, doch dieses Jahr soll es nun etwas werden, heißt es. Wann genau, das ist allerdings weiter unklar. Im Gespräch ist das Frühjahr. Wie berichtet, liegen die Anträge vor, das eine oder andere Papier fehlt jedoch laut Bauressort weiterhin.

Erreichbarkeit der City erschwert

Die Handelskammer hat „große Sorge“, dass der Verkehr zusammenbricht, wenn neben dem Wall auch noch der benachbarte Herdentorsteinweg umgestaltet wird und hier die Rechtsabbiegespur in Richtung AOK-Kreuzung verschwindet. Das erschwere die Erreichbarkeit der City erheblich, so die Kammer. 

Präses Harald Emigholz drückte es so aus: „Mit Blick auf die Auswirkungen auf das innerstädtische Verkehrssystem und die Erreichbarkeit der Geschäfte (...) haben wir auf Grund der Parallelität der Maßnahmen erhebliche Bedenken.“ 

Wenn stadteinwärts fahrende Autos am Knoten Herdentor/Wall weder links (Sperrung wegen des Harms-Abrisses) noch rechts abbiegen könnten und somit zwangsweise in Richtung Knochenhauerstraße (nach einem Stück wird sie Fußgängerzone) geführt würden, schade das massiv der Innenstadt. Emigholz fordert daher, den Rückbau des Rechtsabbiegers zumindest solange zurückzustellen, bis das Neubauprojekt Harms abgeschlossen ist.

Konsens unter Beteiligten erwünscht

Der Präses wünscht sich Konsens zwischen den Beteiligten. Eine langandauernde Verkehrseinschränkung am Wall könne zeitweise zwar erforderlich sein, doch die Eingriffe müssten minimiert werden. Der Baustellenverkehr solle über die rückseitigen Straßen abgewickelt werden. Die Wall-Vollsperrung müsse möglichst kurz sein und der Verkehr in beide Richtungen aufrechterhalten werden.

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