Präses: „Führungsstärke zeigen“

Kammer-Appell

Appelliert: Handelskammer Präses Janina Marahrens-Hashagen. Foto: PUSCH/HANDELSKAMMER

Bremen – „Gemeinsam durch die Krise“ – unter diesem Motto hat Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen am Freitag einen Appell an die Unternehmen im Land Bremen gerichtet. Sie rief die Bremer Unternehmer dazu auf, alle Mittel und Wege zu nutzen, um Firmen und Belegschaften gut durch die Corona-Krise zu bringen. „Jetzt ist die Zeit, zusammenzustehen“, heißt es in dem schriftlichen Appell.

Vor allem kleinere Unternehmen seien von den staatlich verhängten Einschränkungen massiv betroffen. Marahrens-Hashagen: „Es ist wichtig, dass wir gerade in dieser so noch nie dagewesenen Situation Verantwortung und Führungsstärke zeigen.“

Und es gelte, nach vorn zu schauen: „Lassen Sie uns die Zukunft im Blick behalten.“ Denn: „Mittlerweile stehen viele auch kurzfristig erreichbare Hilfen und Unterstützungsangebote zur Verfügung, für die wir uns als Handelskammer einsetzen.“

Die Handelskammer habe – unter anderem via Internet – „über sämtliche Fragen rund um die Pandemie informiert“, sprich: „Über Hilfen, über Kurzarbeitergeld, über Notfallpläne und rechtliche Fragen. Diese Informationen aktualisieren wir täglich.“

Viele der kurzfristig wichtigen Hilfen ließen sich nur auf Bundesebene voranbringen, heißt es in dem Schreiben weiter. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag setze der Schütting sich für Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen ein. Marahrens-Hashagen: „Für all diejenigen also, deren Auftragsvolumen innerhalb weniger Tage unverschuldet zum Teil auf Null gesunken ist. Und wir kämpfen zugleich für eine Senkung der Steuern, damit Eigenkapital für unsere Unternehmen erhalten bleiben oder auch wieder aufgebaut werden kann.“

FDP fordert „umfangreiche Finanzspritzen“

Unterdessen fordert die FDP, der bremischen Wirtschaft stärker zu helfen. Nötig seien „umfangreiche Finanzspritzen“, die „über die Bereitstellung der Mittel bei der Aufbaubank hinausgehen“. Diese sollten – so die Vorschläge der FDP-Bürgerschaftsfraktion weiter – „gerade als kurzfristige Liquiditätshilfen nach dem bayerischen Verfahren möglichst unbürokratisch und schnell vergeben werden“. Dafür seien „nach ersten Schätzungen zusätzlich 50 Millionen Euro an Landesmitteln nötig“, erklärte ein Sprecher am Freitag.

Um die Ansteckungsgefahr an Arbeitsorten zu reduzieren, die Mitarbeiter nicht ins Home Office schicken können, brauche Bremen zudem „Drive-in-Zentren“ für Corona-Schnelltests, so die FDP.  kuz

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