Bremen bleibt im Abwärtssog der Krise / Bruttoinlandsprodukt sinkt weniger stark als im Bundesschnitt

Kalter Jahreseinstieg dämpft Wirtschaftsleistung

Bremen - BREMEN (je) · Bremen befindet sich im Abwärtssog der Krise. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Und legte die Zahlen zum Wirtschaftswachstum im Jahre 2009 vor. Demnach ist der Sog in Bremen weniger stark als im Bundesschnitt.

Den Angaben nach sank das Bruttoinlandsprodukt im Land Bremen nominal um 2,5 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt entspreche das einem Rückgang von 3,4 Prozent. Das bundesdeutsche Wirtschaftswachstum fiel nach Angaben der Statistiker gegenüber dem Vorjahr nominal um 3,5 Prozent, preisbereinigt um fünf Prozent.

Traditionell sei die Wirtschaftsstruktur im Bundesland Bremen stärker handels- und dienstleistungsorientiert, heißt es. Und diese Branchen sind krisenresistenter.

Der Rückgang der Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe in Bremen belief sich weiteren Angaben zufolge im vergangenen Jahr auf 10,5 Prozent. Bundesweit ging die Wirtschaftsleistung hier nominal um fast 20 Prozent zurück. Auch der Dienstleistungsbereich habe sich den dämpfenden Effekten der Wirtschaftskrise nicht entziehen können. Er tendiert abwärts. „Der Rückgang fiel jedoch spürbar geringer aus als in den produzierenden Bereichen“, sagte ein Sprecher des Statistischen Landesamts. Die Konjunkturperspektiven sind aus gegenwärtiger Sicht keinesfalls nur positiv. Zwar belebt sich der Welthandel stärker als erwartet was insbesondere Länder mit einem hohen Exportanteil zugutekommt.

Dem steht allerdings gegenüber, dass sich der Arbeitsmarkt weiter unter Druck befindet und die Zahlen zur Arbeitslosigkeit steigen. Die binnenwirtschaftlichen Impulse seien noch nicht gefestigt. Im Saldo sei von einer langsamen und eher zögerlichen Expansion auszugehen. Auch habe der Jahreseinstieg 2010 mit einer unüblich kalten Witterung die Wirtschaftsleistung gedämpft.

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