„Sommermarkt“ am Speicher XI in der Überseestadt

Kaffeeduft und Zwiebel-Chili-Chutney

Besucherin Raphaela Schoon (l.) probiert Senfsorten und Chutneys am Stand der „Senfonie“ von Bärbel Grunwald. - Foto: Niesmann

Bremen - Von Isabel Niesmann. Der intensive und aromatische Geruch von Gewürzen, Käse und Kaffee zieht in die Nase – und die appetitlich angerichteten Auslangen lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen: Der fünfte „Sommermarkt“ in der Bremer Überseestadt bot gestern große kulinarische Vielfalt.

So richtig sommerlich war es bei der vom Großmarkt Bremen organisierten Veranstaltung allerdings nicht. Eine Einstimmung auf den nahenden Sommer war sie aber allemal. Dafür sorgte vor allem das große Angebot saisonaler Produkte wie Erdbeeren und Spargel. Die 60 Händler verwandelten die Flächen am Speicher XI in einen abwechslungsreichen Marktplatz. Die zahlreichen Leckereien machten aus den Marktständen aber keineswegs eine Fressmeile, sondern boten die Möglichkeit für kulinarische Neuentdeckungen, Inspiration und potenzielle neue Lieblingsgerichte.

„Hier sieht man Produkte, die man sonst nicht bekommt“, hob Ingrid Duin, eine treue Besucherin des „Sommermarktes“, hervor. „Einen solchen Markt gibt es ja sonst nur noch selten. Alles ist da, vieles regional und die Auswahl ist groß“, so die Bremerin. Besonders freute sie sich über die Möglichkeit, fast alles probieren zu können – von verschiedenen Kräutern über Brot und Pesto, italienischen Spezialitäten, Konfitüren und Honig bis hin zu Wein und Obstbränden. Verzehr- und Getränkestände mit Fischbrötchen, Kartoffelpuffern und frisch gepressten Obstsäften rundeten das Angebot ab.

Den Sommer schmecken, sich treiben und anregen lassen, das tat auch Besucherin Raphaela Schoon: Am Stand der „Senfonie“, einer Wilhelmshavener Senfmanufaktur mit selbstgefertigten Senfsorten und Chutneys, ließ sie sich von Bärbel Grunwald beraten. „Neues sehen und schmecken und neugierig sein. Deswegen bin ich hier“, so Schoon. Zu dem Neuen gehörte zum Beispiel ein Zwiebel-Chili-Chutney.

„Genuss ist die Grundidee“, erklärte Marija Wagner vom Großmarkt Bremen. Das Sommerfeeling werde aber auch mit Freizeitangeboten verbunden, so Wagner und ergänzte: „Der ,Sommermarkt‘ reiht sich in eine Reihe vom Großmarkt Bremen organisierter Märkte – wie dem Herbst- oder dem Lenzmarkt – ein.“

Direkt nebenan, aber doch eigenständig, fand erneut die „Fietsenbörse“ statt. 400 bis 450 neue und gebrauchte Fahrräder – vom Hollandrad bis zum Mountainbike – standen hier unter freiem Himmel zum Verkauf. „Wir sind vor fünf Jahren in Münster gestartet und seit zwei Jahren in Bremen“, so Johannes Forsting, der die „Fietsenbörse“ gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder leitet und mit einem kleinen Team, unter anderem mit einem Fahrrad-Reparatur-Service, vor Ort war. Er freute sich über die zahlreichen Verkäufer und Käufer: „Heute Morgen war der Andrang groß.“

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