Junge Flüchtlinge beziehen sanierte Unterkunft in Habenhausen und Schule in Huchting

Raus aus der Eissporthalle

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Die Unterkunft an der Steinsetzerstraße in Habenhausen wird wieder genutzt.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Gestern sind wieder Flüchtlinge in die ehemalige Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (Zast) in Habenhausen gezogen. Das Gebäude an der Steinsetzerstraße war Mitte Juni wegen eines Befalls mit Bettwanzen geschlossen worden (wir berichteten). Inzwischen wurde es saniert. Zunächst ziehen dort 100 Jugendliche ein, sagte gestern eine Sprecherin des Sozialressorts.

Weitere Jugendliche werden ab Montag in einer Huchtinger Schule untergebracht, entschied das Ressort zudem – eine Notmaßnahme ohne Beiratsbeschluss.

Jedes Zimmer des Zast-Hauses ist desinfiziert worden, heißt es. Zudem wurden neue Matratzen angeschafft, die Bäder saniert und neue Böden verlegt. An der Steinsetzerstraße gibt es 190 Plätze. Hinzu kommen 32 Notplätze. Geplant ist, dass in dem Gebäude Jugendliche leben, die ohne Eltern nach Deutschland geflüchtet sind. Gestern zogen dort zunächst einmal Jugendliche ein, die zuvor in der Eissporthalle „Paradice“ in Walle untergebracht waren. Dort beginnt demnächst wieder die Eislaufsaison. Offizieller Auftakt ist am Sonnabend, 3. Oktober. Bereits für Sonnabend, 19. September, ist dort eine „Pre-Opening Ice Disco“ geplant.

Im Sozialressort von Senatorin Anja Stahmann (Grüne) ist man unterdessen froh, dass das Gebäude an der Steinsetzerstraße wieder zur Verfügung steht. Mit Blick auf die vielen Flüchtlinge braucht Bremen jeden Unterbringungsplatz. Auch Jugendliche aus Flüchtlingszelten sollen (wieder) in die ehemalige Zast nach Habenhausen umziehen.

Die Zugangszahlen sind gerade bei den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen anhaltend hoch. Das Ressort rechnet damit, dass bis zum Jahresende insgesamt ungefähr 2000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Bremen gekommen sein werden. Alles in allem wird die Hansestadt in diesem Jahr etwa 10000 Asylbewerber aufnehmen.

Die ehemalige Schule an der Luxemburger Straße in Huchting wird kurzfristig (und vorübergehend) als Notunterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge genutzt, teilte Senatorin Stahmann gestern mit. Ab Montag sollen dort bis zu 50 Jugendliche wohnen.

Das Gebäude war zuletzt Notunterkunft für bis zu 70 Erwachsene und Familien. Mit dem Beirat war ursprünglich vereinbart worden, den Standort am Montag aufzugeben. Die Familien werden wie geplant ausziehen, hieß es gestern.

Anja Stahmann: „Wir können es uns nicht leisten, das Gebäude leerstehen zu lassen, während anderswo in der Stadt Zelte aufgestellt werden müssen. Wir brauchen ab Montag diese 50 Schlafplätze, wenn die Jugendlichen nicht auf der Straße landen sollen.“ Allein im August seien bislang mehr als 220 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Bremen angekommen.

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