700 Jugendliche aus neun Bundesländern bei Feuerwehrzeltlager am Werdersee

Geschick und Zusammenhalt

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15 Kisten aneinander – von links gesehen: Tjark, Leon, Julian und Nico zeigen beim „Spiel ohne Grenzen“ Teamgeist und Geschick.

Bremen - Von Annika Grunert. An die 80 Zelte stehen in Reih und Glied am Werdersee. Ausgestattet mit Feldbetten für bis zu zehn Personen beherbergen sie eine Woche lang mehr als 700 Jugendliche und Betreuer. Das sechste Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Bremen hat begonnen – mit Teilnehmern aus neun Bundesländern.

Seit Sonnabend herrscht Trubel auf dem Platz. Die Jugendfeuerwehren aus ganz Deutschland haben sich eingefunden, um sich in Wettbewerben zu messen und alte sowie neue Freunde zu treffen.

Tyrone Nwaki ist zum ersten Mal beim größten Zeltlager seiner Art dabei. Seit drei Jahren ist er bei der Freiwilligen Jugendfeuerwehr Burgdamm. Auch, wenn aus seinem Freundeskreis keiner bei der Feuerwehr ist, schätzt er vor allem die Kameradschaft. Dem 17-Jährigen ist jetzt schon klar: „Ich möchte nach der Jugendfeuerwehr auf jeden Fall weitermachen.“

Diese Woche heißt es aber erst einmal: Gleichgesinnte treffen und Spaß haben. Allerdings wollte das Wetter am ersten Tag nicht so richtig mitspielen. Aufgrund eines Unwetters wurden die Gruppen kurzerhand in der anliegenden Turnhalle untergebracht. Innerhalb kürzester Zeit räumten alle den Platz. Zuvor waren schon 1000 Sandsäcke abgepackt und die Zelte gesichert worden. Ein Pavillon löste sich vom Boden, sonst ist nichts weiter passiert. Nach zwei Stunden konnten alle wieder das Zeltlager beziehen.

Am Sonntagvormittag sieht es wieder besser aus. So können sich die 40 Gruppen nach und nach den ersten Wettbewerben stellen. „Spiele ohne Grenzen“ stehen als erstes auf dem Programm. An acht Stationen müssen die Gruppen ihr Geschick, ihr Wissen und ihren Zusammenhalt beweisen. Die einzelnen Jugendfeuerwehren gehen nach Plan zu einem der Tische. Dort erklären die Helfer die Aufgabe. Kurz darauf folgt ein gemeinsames Startzeichen – und auf geht‘s.

Die Jugendfeuerwehr Hamburg-Bramfeld muss gerade sechs Knoten lösen, ohne das Seil loszulassen. Die Jungen und Mädchen müssen sich dafür mit dem ganzen Körper durch das Seil schlängeln. Fünf Minuten haben sie dafür Zeit. Mit Ablauf der letzten Sekunde ist schließlich das Seil knotenfrei.

Eine Station weiter geht es darum, Cola-Kisten in der Luft horizontal aneinander zu stapeln. Sobald eine Kiste runtergefallen ist, muss von vorne angefangen werden. Insgesamt gibt es 19 Kisten. Tjark, Leon, Nico und Julian gehen für die Jugendfeuerwehr Dorfmark an den Start. Sie geben sich gegenseitig Anweisungen, wie welche Kiste wo gehalten werden muss. Zwar fallen einmal fast alle Kisten herunter, aber trotzdem schaffen sie es am Ende, 15 Stück auf einmal zu halten. Dafür bekommen sie drei Punkte. Und dann geht es für sie weiter zum Wasserbombenbauen.

In den nächsten Tagen können bei den Wettbewerben weitere Punkte gesammelt werden. Am Freitag folgt dann die Abschlussfeier mit Siegerehrung.

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