„Jugend forscht“: Landeswettbewerb läuft

Kluge Waage und schnelle Schnecke

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Haben mit „Kitchen Gen“ eine kluge Waage entwickelt: Ole Evers (v.l.), Marc Olling und Malte Duckhorn.

Bremen - Von Steffen Koller. Sie tüfteln, schrauben und gehen den Sachen auf den Grund: Beim 51. Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ präsentierten gestern etwa 100Schüler und Jugendliche im Bremer Musicaltheater einer Fachjury ihre insgesamt 59 Arbeiten aus sieben Teilgebieten.

Die Schule ist vorbei, der Auszug aus „Hotel Mama“ steht kurz bevor. Viele junge Menschen stehen dann vor der großen Hürde, selbst zu kochen. Wenn neben Tiefkühlpizza und Nudeln mit Ketchup auch mal was Gesundes auf den Tisch soll, dann könnte das Projekt von Malte, Ole und Marc (alle 18) genau passen. Die drei Schüler haben ein Gerät entwickelt, dass Feinwaage und Kochbuch miteinander kombiniert. „Kitchen Gen“ nennen sie ihr Projekt, das jungen Leuten das Kochen beibringen soll. Ursprünglich als Maschine zur Cocktail-Herstellung entwickelt, schafft es das Gerät aufs Gramm genau, die einzelnen Zutaten abzuwiegen und Schritt für Schritt eine Anleitung zu geben, wie eine leckere Mahlzeit entsteht. Besonderer Clou: Alle Rezepte können über das Internet synchronisiert und in einer Datenbank abgespeichert werden. Seit rund einem Jahr arbeitet das Trio an der klugen Waage und hofft, obwohl sich die Jury sehr bedeckt gehalten habe, auf eine gute Platzierung. „Das ist eine tolle Alternative zu anderen Geräten“, sagt Marc.

Wissenschaftlich geht es bei Tobias und Henrik (beide 16) zu. Die beiden widmen sich Schleimpilzen und wollen herausfinden, inwieweit Einzeller in verschiedenen Experimenten durch natürliche Hindernisse ihr Wachstum verändern. Damit würden sie „wissenschaftliches Neuland“ betreten, sagt Henrik mit Stolz und verdeutlicht, dass Pilze als „Infrastrukturberater“ nützlich sein könnten – also bei der Planung von Straßen- und Schienennetzen dienen können.

Weniger wissenschaftlich, dafür mit großer Leidenschaft forscht Vincent (9) an afrikanischen Riesenschnecken. Er will sie zu „Rennschnecken“ ausbilden, verrät er und zeigt auf, wie seine Vorgehensweise funktioniert. Am Ende von PVC-Rohren legt er wahlweise Möhren, Gurken, Hundefutter und Zucchini und findet so heraus, welches Futter die Tiere schneller an ihr Ziel gelangen lässt. Sein Fazit: „Das sind echt ganz schöne Feinschmecker. Und wenn die mal keine Lust haben, ziehen sie sich einfach zurück.“

Heute Nachmittag wird die Jury die besten Arbeiten küren. Den Siegern winken unter anderem die Teilnahme am Bundeswettbewerb und verschiedene Forschungspraktika.

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