Jürgen Lemmermann verlässt die BSAG

Fahrt in den Ruhestand

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Christian Schmidt (CSU), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, besucht einen Bauernhof in Strom.

Von Thomas Kuzaj. Personalien: „Lemmermann, geh Du voran!“ Ja, das tat er dann auch oft, wenn es darum ging, Informationen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) in und an die Öffentlichkeit zu bringen. Nun geht er in den Ruhestand. Heute ist sein letzter Arbeitstag.

Personalien: „Lemmermann, geh Du voran!“ Ja, das tat er dann auch oft, wenn es darum ging, Informationen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) in und an die Öffentlichkeit zu bringen. Nun geht er in den Ruhestand. Heute ist sein letzter Arbeitstag.

Das ist schon ein Einschnitt, schließlich hat Jürgen Lemmermann fast 50 Jahre für die BSAG gearbeitet. Er begann dort zu einer Zeit, als es noch keine Niederflurbahnen gab und noch Schaffner in den Bahnen mitfuhren.

Am 1. Dezember 1966 hatte Lemmermann seine kaufmännische Ausbildung bei der BSAG begonnen. Am 1. Dezember 1969 wurde er Sachbearbeiter in der Auftragsabrechnung, ab 1973 saß er dann in der Hauptbuchhaltung. Danach kam mehr und mehr das Thema „Öffentlichkeit“ ins Spiel.

Am 1. November 1987 nämlich wechselte Lemmermann in den damals noch recht neuen Bereich „Marketing und Medien“, wo er sich um Themen der Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings kümmerte. Unter anderem ging es um die Vermarktung der „Bremer Karte“, die mit ihren lustigen Motiven zeitweilig ein begehrtes Sammelobjekt war, und um das ÖPNV-Konzept 1989.

Nächste Station: 1993 wurde Lemmermann zum stellvertretenden Pressesprecher der BSAG ernannt. Ab 1995 leitete er den Fachbereich „Kommunikation“ (ab 2002 „Presse und Kommunikation“, seit vergangenem Jahr noch umständlicher und länger „Unternehmenskommunikation“).

Doch egal, wie seine Abteilung gerade hieß – wenn Journalisten etwas von ihm wissen wollten oder mussten, dann war Lemmermann pragmatisch und mit verlässlichen Auskünften zur Stelle. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit und wird entsprechend geschätzt.

Dieser Tage übrigens schließt sich für ihn ein Kreis. Als er 1989 in den Bremer Stadtteilbeiräten für das ÖPNV-Konzept trommelte, kam die Idee auf, die in jenen Tagen zur Wiedereinführung vorgesehene Straßenbahnlinie 4 nach Horn und Borgfeld gleich bis nach Lilienthal und Falkenberg zu verlängern. Jetzt ist das tatsächlich Wirklichkeit geworden. Wie berichtet, wird die Verlängerung der 4 bis Falkenberg morgen, Freitag, offiziell eingeweiht. Und wer hat das Thema – wie es immer so schön heißt – „öffentlichkeitswirksam“ vorbereitet? Richtig, Jürgen Lemmermann.

Jetzt übrigens will er seine Zeit nutzen, sich auch einmal die Welt außerhalb des BSAG-Einzugsbereichs etwas genauer anzusehen.

Auftritt: Christian Schmidt (CSU), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, kommt nach Bremen – auf Einladung der Schwesterpartei CDU. Und der Minister spricht nicht in irgendeinem Konferenzsaal, sondern in der Diele auf dem Hof der Familie Osmers in Strom. „Tierwohl und Strukturwandel im ländlichen Raum“ – das ist dort morgen, Freitag, sein Thema. Nach dem Vortrag des Ministers ist eine Diskussion mit Bremer Landwirten geplant, hieß es bei der CDU-Fraktion.

Prominente: Alle Jahre wieder bereitet das Nordwestradio seine Interview-Reihe „Sommergäste“ vor. Und das ist in diesem Sommer nicht anders. Wie gewohnt, begrüßen die Moderatoren Katrin Krämer und Otmar Willi Weber ihre „Sommergäste“ im Restaurant „Weserhaus“ (Faulenquartier) – jeweils in der Zeit von 11 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Gesendet werden die Gespräche dann jeweils ab 13.05 Uhr im Nordwestradio.

Ach, ja, wir erwähnten noch gar nicht, wer denn da kommt. Zum Auftakt reist am Sonnabend, 30. August, Golineh Atai an. Die ARD-Korrespondentin mit den iranischen Wurzeln berichtet aus der Ukraine. Die Schauspielerin Meret Becker, „Sommergast“ am 6. September, bringt ihr neues Album „Deins&Done“ mit. Bernhard Schlink, Jurist und Schriftsteller, kommt am 13. September mit seinem neuesten Roman „Die Frau auf der Treppe“. Letzter „Sommergast“ ist am 20.September die Schauspielerin Caroline Peters („Mord mit Aussicht“).

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