Ursus Wehrli in der „Havengalerie“ Vegesack

Jetzt wird die Kunst aufgeräumt

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Der Schweizer Ursus Wehrli zeigt in Vegesack die Ausstellung „Kunst aufräumen“.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Am 11. November beginnt. . . ja, richtig, der Karneval. Aber nicht nur der. Es beginnt auch eine Ausstellung des Schweizer Kabarettisten, Künstlers und Fotografen Ursus Wehrli – und zwar in der „Havengalerie“ an der Alten Hafenstraße 27 in Vegesack. Eröffnung: 18 Uhr (Anmeldung: info@havengalerie.de). Zu sehen ist Wehrlis Schau mit dem Titel „Kunst aufräumen“ dann bis zum 13. Januar 2017, sagt Dijana Nukic von der „Havengalerie“.

Kunst aufräumen? Nun, Ursus Wehrli ordnet und sortiert – er ordnet die Motive bekannter Kunstwerke neu an, denn „Ordnung ist das halbe Leben“, wie es auf der Homepage des Künstlers heißt. Seine Arbeit sei der „verspielt-absurde Versuch, genau dort Klarheit zu schaffen, wo es am wenigsten Sinn macht! Ursus Wehrli ordnet abstrakte Kunstwerke neu, übersichtlich und platzsparend.“ Als ob das nötig wäre. Nötig ist es gerade nicht, und eben deshalb ist es: lustig. Sein Projekt „Kunst aufräumen“ ist zu einem international beachteten Erfolg geworden.

„Nichts ist vor seiner ordnenden Hand sicher“, heißt es in einer Ausstellungsvorschau über Wehrli, 47. In Vegesack sind „Bilder aus allen Schaffensphasen“ des Künstlers zu sehen – „neue Kunstwerke, die sich in Originalität und Ästhetik durchaus mit ihren ,unordentlichen‘ Vorbildern messen können“.

Haustiere und Sehgewohnheiten

Tiere als Models – in den Arbeiten des tschechischen Künstlers Martin Velísek nehmen vor allem Haustiere eine prominente Rolle ein. Auch er spielt – wie Wehrli – mit Sichtweisen und Sehgewohnheiten. Als Anhänger von Darwins Evolutionstheorie „greift Velísek dessen Darstellungen auf, interpretiert sie neu und lässt sie in seine Gemälde, Zeichnungen und Installationen einfließen“, sagt ein Sprecher der Arbeitnehmerkammer. „Auch die Werke der alten Meister – wie beispielsweise Dürers Hase – klingen dabei an.“

Die Arbeitnehmerkammer stellt Arbeiten des tschechischen Künstlers jetzt in der Galerie in ihrer Bremerhavener Geschäftsstelle an der Barkhausenstraße aus – in Kooperation mit dem Wilke-Atelier. Die Schau dauert bis zum 30. Dezember. Sie ist montags und mittwochs von 8 bis 18.30 Uhr, dienstags und donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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