Schienen-Austausch geht in die nächste Phase

Großbaustelle am Hauptbahnhof: Jetzt kommt die zweite Halbzeit

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Blick auf die Großbaustelle am Hauptbahnhof – aus Richtung Gustav-Deetjen-Tunnel und leicht von oben. In diesem Bereich sind die Schienen bereits erneuert worden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Es geht ohne Pause in die zweite Halbzeit. Auf der Großbaustelle vor dem Hauptbahnhof wird am Wochenende der erste Abschnitt der Gleissanierung abgeschlossen. Dann beginnt gleich die zweite Bauphase – nun geht es weiter in Richtung Bahnhofstraße.

Los ging‘s, wie berichtet, am Donnerstag, 22. Juni. Seither hat die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) die Gleise auf der Ostseite des Hauptbahnhofs (Gustav-Deetjen-Tunnel) erneuert – mit Ausnahme der „Power-Wochenenden“ bei laufendem Straßenbahnbetrieb.

„Voraussichtlich ab Sonnabendmorgen, 29. Juli, kann dieser Bereich für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben werden“, sagt ein BSAG-Sprecher. Nicht nur Busse, sondern auch Autos, Lastwagen und Motorräder können dann wieder durch den Tunnel in Richtung „Stern“ und Schwachhausen fahren.

Die Linien 63 und N7 sowie die Regionalbusse des Verkehrsverbunds Bremen-Niedersachsen (VBN) halten dann wieder im gewohnten Regionalbusbereich. „Die Regionalbuslinien beginnen und enden dann wieder an den gewohnten Halteplätzen“, bestätigt ein VBN-Sprecher. Es handelt sich um die Bussteige G bis N.

Weitere Gleisarbeiten

Und nun? Die Gleiserneuerungsarbeiten gehen in der zweiten Phase, die planmäßig bis zum 10. September dauern soll, auf der anderen Seite der Haltestellenanlage vor dem Hauptbahnhof weiter. „Die Bahnhofstraße muss dafür teilweise gesperrt werden“, so der BSAG-Sprecher. „Die Linien 20, 24, 25, 26/27 sowie N3, N5 und N9 halten während dieser Zeit weiterhin an den Ersatzhaltestellen am Tivoli-Hochhaus, am Breitenweg, Ecke Bahnhofstraße beziehungsweise am Herdentorsteinweg auf Höhe des ,Fritz‘-Theaters.“

Wie auch beim ersten Bauabschnitt plant die BSAG zwei „Power-Wochenenden“, an denen rund um die Uhr gearbeitet wird. Deshalb werden in der Zeit vom 11. August, 21 Uhr, bis 14. August, 3 Uhr, sowie vom 18. August, 21 Uhr, bis 21. August, 3 Uhr, sämtliche Straßenbahnlinien, die normalerweise den Hauptbahnhof anfahren würden (nämlich: 1/N1, 4/N4, 6, 8 und 10/N10), über die Domsheide umgeleitet – oder sie entfallen.

Die Bahnhofstraße wird in der zweiten Bauphase teilweise gesperrt. Auch hier müssen die Schienen ausgetauscht werden.

Die Linien 1/N1, 4/N4 und 10/N10 fahren an den „Power-Wochenenden“ über die Domsheide und das Ostertorviertel. Deshalb steuern sie einige Haltestellen rund um den Bahnhof nicht an. „So entfallen neben dem Hauptbahnhof selbst die Straßenbahnhaltestellen Rembertistraße, Schüsselkorb, Herdentor und Daniel-von-Büren-Straße, Am Wall und Falkenstraße“, so der Sprecher. Die Haltestelle „Dobben“ wird nur von der Linie 1 in Richtung Huchting sowie von der Linie 4 Richtung Arsten bedient. Die Linien 10/N10 fahren die Humboldtstraße nicht an.

Die Linie 6 fährt an diesen Wochenenden einen Ringverkehr zwischen Flughafen und Domsheide über Theater am Leibnizplatz, Am Neuen Markt, Westerstraße, Am Brill und Obernstraße. Die Linie 8 entfällt. Sie wird aber – wie schon an den ersten beiden „Power-Wochenenden“ – von den Buslinien S71 und S72 ersetzt. Von den regulären Buslinien werden an den „Power-Wochenenden“ nur die Linien 20, 26/27 und 63 über Wall und Herdentorsteinweg umgeleitet.

Der Austausch der verschlissenen alten Schienen kostet nach BSAG-Angaben insgesamt etwa viereinhalb Millionen Euro. Die alten Schienen stammen größtenteils noch aus dem Jahr 1998.

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