Jetzt ist es amtlich: Rot-Grün verliert 13 Mandate in der Bürgerschaft / Bücking stärker als Lohse und Güldner

Steiner sammelt mehr Stimmen als Linnert

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Lencke Steiner hat gut lachen: Nur SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen und CDU-Spitzenkandidatin Elisabeth Motschmann sammelten mehr persönliche Stimmen als die Neu-Liberale.

Bremen - Geschafft! Drei Tage nach Schließung der Wahllokale sind die Stimmen ausgezählt. Demnach verliert die rot-grüne Koalition 13 ihrer 57 Sitze in der Bremischen Bürgerschaft. Die SPD schickt zukünftig 30 Abgeordnete ins Parlament (minus sechs), die Grünen 14 (minus sieben). Die CDU verharrt bei 20 Mandaten. Die Linken legen zu – und schicken acht Abgeordnete ins Hohe Haus (bisher: fünf). Die FDP feiert ihr Comeback und ist mit sechs Parlamentariern vertreten, die AfD mit vier. Hinzu kommt ein Vertreter der Wählervereinigung „Bürger in Wut“ (BIW).

Das Bremerhavener Ergebnis lag am Montagmittag vor – aus der Seestadt ziehen demnach sechs SPD-Politiker, vier Christdemokraten, zwei Grüne sowie je ein Linker, ein Liberaler und ein Wutbürger ins Landesparlament ein.

In der Stadt Bremen wurde bis Mittwochnachmittag gezählt. Erst dann war klar, dass die SPD mit 32,6 Prozent der Stimmen 24, die Grünen mit 15,8 Prozent zwölf und die CDU mit 22,2 Prozent 16 Kandidaten ins Parlament schicken. Hinzu kommen sieben Linke (9,9 Prozent), fünf Liberale (6,8 Prozent) und vier AfD-Leute (5,6 Prozent). Für viele Kandidaten wurde die Auszählung zur Zitterpartie. Die Karten sind auf jeden Fall neu gemischt worden. Langjährige Parlamentarier wie Winfried Brumma, Max Liess, Frank Schildt und Wolfgangs Jägers (alle SPD), Thomas vom Bruch (CDU) und Zahra Mohammadzadeh (Grüne) sind nicht mehr im Parlament.

Dafür gibt es jede Menge Neulinge, die beachtliche persönliche Ergebnisse einfuhren. Dazu zählen neben der FDP-Spitzenkandidatin Lencke Steiner, die mehr persönliche Stimmen sammelte als die grüne Finanzsenatorin Karoline Linnert, unter anderem der frühere Viertel-Bürgermeister Robert Bücking (Grüne), der mehr Personenstimmen auf sich vereinte als die Senatoren Anja Stahmann und Joachim Lohse und Fraktionschef Matthias Güldner, sowie die Linke Sophia Leonidakis. Der frühere Bausenator Jens Eckhoff feiert ein Comeback – mit dem viertbesten Ergebnis aller CDU-Kandidaten.

je

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