Jens Böhrnsens Abschied aus dem Rathaus

OP statt Empfang

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November 2009: Jens Böhrnsen als Bundesratspräsident mit Bundespräsident Horst Köhler (l.). Nach dessen Rücktritt wird Böhrnsen wenige Monate später vorübergehend Köhlers Amtsgeschäfte übernehmen.

Von Thomas Kuzaj. Heute, Mittwoch, wählt die Bürgerschaft den neuen Senat. Rein formal ist Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), der nach der Bürgerschaftswahl im Mai die Verantwortung für die Stimmenverluste seiner Partei übernommen hat und nicht wieder antritt, bis dahin noch im Amt. Sein Büro im Rathaus allerdings hat er schon ausgeräumt.

Heute, Mittwoch, wählt die Bürgerschaft den neuen Senat. Rein formal ist Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), der nach der Bürgerschaftswahl im Mai die Verantwortung für die Stimmenverluste seiner Partei übernommen hat und nicht wieder antritt, bis dahin noch im Amt. Sein Büro im Rathaus allerdings hat er schon ausgeräumt.

Denn er erholt sich von einer Operation. Anfang der Woche hat Böhrnsen sich einem, wie zu hören ist, harmlosen Eingriff am Auge unterzogen, der schon seit geraumer Zeit anstand und für den sich nun ein Termin ergeben hatte. Der Bürgermeister ergriff die Möglichkeit, das hinter sich zu bringen. Damit enden seine Jahre im Rathaus – im November 2005 war Böhrnsen als Nachfolger von Henning Scherf Bürgermeister und Präsident des Senats geworden – ohne einen ursprünglich geplanten kleinen Empfang für die Mitarbeiter der Senatskanzlei.

Böhrnsen schickte ihnen stattdessen eine E-Mail. Darin verabschiedet er sich von den Mitarbeitern und dankt ihnen für die Zusammenarbeit und die Unterstützung in den zurückliegenden zehn Jahren. Böhrnsen erinnert an gemeinsam vorbereitete und erlebte Veranstaltungen im Rathaus – in allgemeiner Form, ohne einzelne hervorzuheben. Gute Wünsche für die berufliche und persönliche Zukunft der Mitarbeiter schließen sich an.

Ein Abschied ohne Überschwang, der zu diesem Politiker passt. Böhrnsen war ja nie ein Mann der großen Showeffekte (und wenn er so etwas mal versuchte, wirkte es aufgesetzt). Sein sachlicher Stil hat ihm bundesweit Anerkennung eingetragen – nicht zuletzt in der Zeit, als er turnusgemäß Präsident des Bundesrats war. Und in diesem Amt plötzlich für einige Wochen die Amtsgeschäfte (und Befugnisse) des Bundespräsidenten übernehmen musste, nachdem Horst Köhler zurückgetreten war.

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