40 Jahre Deutsches Schiffahrtsmuseum: Ausstellung, Feuerwerk, „Familientag“

Ein Haus erfindet sich neu

+
Andrang: Eröffnung des Deutschen Schiffahrtsmuseums 1975.

Bremerhaven - Mit einer Sonderausstellung, einem Fest und einem „Familientag“ feiert das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM – noch immer mit nur zwei „f“) an diesem Wochenende den 40. Jahrestag seiner Eröffnung. Heute vor 40 Jahren, am 5. September 1975, öffnete das Haus seine Türen.

Und aus eben diesem Grund wird heute, Sonnabend, die Ausstellung „1975 / 2015 – Schiffe erzählen Museumsgeschichte(n)“ eröffnet. Das „Geburtstagsfest“ mit Ausstellungseröffnung beginnt um 19 Uhr. Gefeiert mit 70er-Jahre-Rockmusik und Feuerwerk. Morgen folgt dann ein „Familiensonntag“, der von 10 bis 18 Uhr dauert. Der Eintritt ist jeweils frei, sagte eine Museumssprecherin gestern.

Die Schau „1975 / 2015 – Schiffe erzählen Museumsgeschichte(n)“ rückt ausgewählte Schiffe und Modelle, die zum Gründungsbestand gehören, in ein neues Licht, hieß es in Bremerhaven weiter. Erklärt werde, wie die Objekte ins Museum kamen – und was sie heute bedeuten.

Die Schau ist nicht auf einer gesonderten Fläche, sondern über neun im Museum verteilte Stationen zu sehen – bis zur Sanierung des Scharoun-Baus, der 1975 als erster Museumsteil eröffnet wurde, dann etwa zwei Jahre lang. Wie berichtet, wird das DSM bis 2020 schrittweise für 42 Millionen Euro modernisiert. Drei weitere Stationen der neuen Ausstellung liegen außerhalb des Museumsgebäudes – vor der „Seuten Deern“, vor dem Museumseingang und an der Deichbrücke.

Die Stationen lenken die Aufmerksamkeit exemplarisch auf Dinge, die das Museum von Beginn an geprägt haben, sagt die Kuratorin Dr. Sonja Kinzler. Besucher erfahren zum Beispiel, dass neben dem Dreimaster „Seute Deern“ und anderen Schiffen im Museumshafen auch der Raddampfer „Meissen“ schon lange vor der Eröffnung des DSM am Ort war. „Er wurde zersägt und ins Gebäude eingebaut. Dazu gibt es eine spannende Dokumentation“, so Kinzler.

Auch der zukünftige Forschungsansatz des Museums wird in der Sonderausstellung vorgestellt. „Was hinter den Begriffen ‚Materialität‘, ‚Interessen‘ und ‚Wahrnehmung‘ steckt, vermitteln wir anhand eines Modells des historischen Polarforschungsschiffes ‚Germania‘ ganz konkret und anschaulich“, sagt Professorin Sunhild Kleingärtner, die geschäftsführende Direktorin des DSM und Initiatorin der neuen Ausstellung.

Mit Absicht sind die zwölf Stationen so konzipiert, dass sie in die Dauerausstellung des Schiffahrtsmuseums eingreifen, die in die Jahre gekommen ist. „Sie senden deutliche visuelle Signale, unterstützt und verstärkt durch Orientierung gebende Seezeichen, grell farbige Tonnen“, hieß es weiter.

Direktorin Kleingärtner formuliert es so: „Unsere Jubiläumsausstellung ist als Ankündigung zu verstehen, dass sich im DSM etwas tut. In den nächsten Jahren werden wir alle Ausstellungsbereiche schrittweise erneuern und das Gebäude von Grund auf sanieren.“ Und: „Themen und Zusammenhänge werden wir nach unseren aktuellen Forschungsschwerpunkten neu formulieren, Objektensembles und -geschichten neu anordnen und die Erzählungen im Raum szenisch völlig überarbeiten.“

Ziel sei es, dass sich das Deutsche Schiffahrtsmuseum – nach der Kritik der Leibniz-Gemeinschaft, zu der es als Forschungsmuseum gehört – aus seiner Tradition heraus „und auf der Basis seiner herausragenden Sammlung modernisiert und neu erfindet“.

kuz

Das könnte Sie auch interessieren

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Artistisches Abschlusstraining

Artistisches Abschlusstraining

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Meistgelesene Artikel

27-Jähriger mit Glasflasche schwer verletzt

27-Jähriger mit Glasflasche schwer verletzt

Ladies Night: 2500 Bändchen für mehr Spaß auf dem Freimarkt

Ladies Night: 2500 Bändchen für mehr Spaß auf dem Freimarkt

Musicaltheater: Vertrag bis 2023 mit neuem Betreiber

Musicaltheater: Vertrag bis 2023 mit neuem Betreiber

Neu: Briefmarkenserie mit Kunsthallen-Motiven

Neu: Briefmarkenserie mit Kunsthallen-Motiven

Kommentare