Neue Lehrkräfte an Jacobs-Universität

Jung und mit Visionen: Fünf neue Professoren für die Lehre

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Sie sind die neuen Professoren an der Jacobs-Universität: Tilo Halaszovich (v.l.), Olivier Berthod, Steffen Eickemeyer, Sören Petrat und Igors Gorbovickis.

Bremen - Von Steffen Koller. Sie sind Spezialisten in den Bereichen Mathematik, Ökonomie, Quantenmechanik und Physik – und sorgen für Lehrkräftenachschub in Bremen: Die private Jacobs-Universität hat zu Beginn des neuen akademischen Jahres gleich fünf neue Professoren eingestellt. Das Quintett vereint dabei nicht nur das geringe Alter, auch die Motivation bei allen ist riesig, heißt es in einer Mitteilung.

Jüngster im Bunde ist Prof. Dr. Sören Petrat. Mit gerade einmal 32 Jahren hat sich der Absolvent der Priceton-University (USA) auf die Themen mathematische Physik und Quantenmechanik fokussiert. An der Jacobs-Universität schätze er besonders das „hohe Qualifikationsniveau“ der Studenten, „die kleinen Klassen und die Kollegen aus dem Fachbereich Mathematik“. Auch wenn er demnächst eine eigene Forschungsgruppe aufbauen möchte, sei sein „Nahziel“, „einfach ein guter Lehrer“ zu sein. Ebenfalls Mathematiker ist Prof. Dr. Igors Gorbovickis, der zuvor an der Universität Uppsala (Schweden) als Postdoc gearbeitet hat. Der 34-Jährige konzentriert sich in seiner Lehrtätigkeit auf die Bereiche von dynamischen Systemen, also auf mathematische Modelle zeitabhängiger Prozesse. Gorbovickis freue sich auf die Arbeit an einer „wirklich guten Universität“, heißt es.

Professor Dr. Steffen Eickemeyer, 35 Jahre alt und Experte für interne und externe Lieferketten, will neben seinem Lehrauftrag im Fachbereich Business & Economics besonders die Kooperation zwischen der Privatuni und Unternehmen vorantreiben. Diese Zusammenarbeit sei „oft Basis für innovative Forschungsprojekte“ und könne für die Studenten eine Brücke sein für ihr Leben nach dem Studium, meint Eickemeyer.

Ob er während seiner Arbeit auf das Wissen von Prof. Dr. Olivier Berthod zurückgreifen wird, ist nicht bekannt. Thematisch scheinen die beiden kompatibel zu sein. Der 34-Jährige, ebenfalls neu an der Privatuni, beschäftigt sich im Fachbereich Organisation & Management mit allen Arten von Organisationen, sprich Schulen, Betrieben oder Vereinen.

Berthod, der von der Freien Universität Berlin in die Hansestadt kommt, interessiert vor allem, wie eben jene Organisationen „verlässlicher gestaltet werden können, weniger Fehler machen und eine Kultur des frühzeitigen Erkennens von Veränderungen entsteht“.

Prof. Dr. Tilo Halaszovich vervollständigt das Quintett und kommt vom Lehrstuhl für Internationales Management und Governance der Uni Bremen. Der 39-Jährige befasst sich vor allem mit Fragen der Globalisierung und Unternehmensaktivitäten im Ausland sowie Investitionen in Schwellenländern. Sein Ziel: Er möchte zusammen mit den Studenten eine „African Research Group“ aufbauen, denn der Kontinent habe „vielfältige Entwicklungspotenziale“, so Halaszovich.

Die private Jacobs-Universität mit Standort in Grohn beschäftigt nach eigenen Angaben zum Sommersemester insgesamt 68 Professoren und 215 Mitarbeiter. 1 202  Studenten aus 106 Ländern sind eingeschrieben.

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