Nach 33 Jahren

„Jacobs“-Schriftzug kehrt auf alten Röstturm zurück

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Ein gemeinsamer Druck – und der Jacobs-Schriftzug auf dem ehemaligen Röstturm leuchtet. Pressesprecher Dirk Friedrichs (v. r.) gab am frühen Dienstagabend das Kommando, Dr. Johann Christian Jacobs, Bürgermeister Carsten Sieling sowie die Douwe-Egberts-Geschäftsführer Luc Van Gorp und Andreas Windler betätigen den gelben Knopf.

Bremen - Von Ralf Sussek. Enthüllt wurde der Schriftzug bereits, seit Dienstag nun leuchtet der Name „Jacobs“ wieder vom alten Röstturm an der Bürgermeister-Smidt-Brücke schon von weitem sichtbar.

Bis 1985 sendete der leuchtende Jacobs-Schriftzug ein klares, ein stolzes Zeichen der regionalen Verbundenheit über Bremen hinweg. Dann fegten wirtschaftliche Veränderungen über Bremen hinweg – und die Werbebotschaften änderten sich mit den Namen des Unternehmens: Jacobs-Suchard, Kraft Foods, Mondelez.

Der ungeliebte, weil eher unbekannte Schriftzug des international tätigen US-amerikanischen Lebensmittelkonzerns Mondelez International hat nun ausgedient. Und nun ist es ein Stück Vergangenheit, ein Stück Heimat, das ein bisschen auch Zeichen für die Aufbruchstimmung in Bremen ist. „Es ist an vielen Stellen das Gefühl, nach Hause zu kommen“, sagte bei der kleinen Feierstunde auf dem Teerhof Dr. Johann Christian Jacobs. Der Spross der Kaffee-Familie ist ja mittlerweile Investor und will das Balge-Quartier schaffen, durch das man „am Handlauf zur Weser“ gelangen kann, wie er es Dienstag formulierte. Er freue sich, „wenigstens als Investor“ bei der Feier dabei zu sein.

Kleine Störung nach dem ersten Fototermin: Sieling und Jacobs sprechen mit Vertretern der Gewerkschaft Verdi, die sich, mit Transparenten auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke stehend, für einen Tarifvertrag stark machen.

Eingeladen hatte ihn Jacobs Douwe Egberts Deutschland, das in dem ehemaligen Röstturm an der Langemarckstraße seinen Hauptsitz hat. „Licht ist wie Kaffee, es bringt Atmosphäre“, sagte einer der Geschäftsführer, Luc Van Gorp. Man wolle mit den neuen Schriftzügen zeigen, „dass Bremen die Heimat von Jacobs ist“.

Und Jacobs Douwe Egberts (JDE), das Jacobs immer noch im Namen trägt, gibt so Bremen etwas zurück, schließlich ist Jacobs-Kaffee die „weltweit wichtigste Marke“ des Konzerns. Van Gorp: „Wir wollen ,Jacobs‘ wieder stolz im Bremer Stadtbild verankern.“

Nebenan, auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke, demonstrierten derweil Gewerkschaftsvertreter für einen Tarifvertrag im Kaffeegeschäft. „Den wünsche ich mir auch“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling in seinem Grußwort an die JDE-Vertreter gerichtet; der würde „das Leuchten und Strahlen (des Jacobs-Schriftzugs) noch mehr in die Herzen der Menschen bringen“.

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