Eurovision Song Contest: Bremer Trio in Kiew

Italien gilt als sicherer Tipp

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Bremer in Kiew – links Eggert Peters, rechts Jens-Uwe Krause. In der Mitte präsentiert eine Mischung aus Prinz Eisenherz und Lenin eine große Torte. . . ach, nein, es ist Jaroslaw der Weise, Großfürst von Kiew.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Italien vor Schweden und Armenien? Portugal vor Belgien und Italien? Schweden vor Italien und Deutschland? Nun – man weiß es nicht. Noch nicht. Irgendwann am Sonnabend, 13. Mai, wird man es wissen. Vielleicht auch erst nach Mitternacht – am 14. Mai also.

Am 13. Mai jedenfalls steigt er, der Eurovision Song Contest (ESC), früher Grand Prix genannt. Timur Miroshnychenko, Volodymyr Ostapchuk und Oleksandr Skichko moderieren die Show, die um 21 Uhr beginnt. An den Namen ist es schon zu merken – das ESC-Finale wird dieses Mal aus Kiew (Ukraine) übertragen.

Und zu den Favoriten zählt der Italiener Francesco Gabbani, Gewinner des legendären Festivals von San Remo, mit seinem Lied „Occidentali’s Karma“. Für Schweden ist der smarte Anzugträger Robin Bengtsson mit dem Song „I Can’t Go On“ dabei. Portugal schickt den zartfühlenden Zausel Salvador Sobral mit der Jazz-Ballade „Amor pelos dois“ („Liebe für zwei“) ins Rennen – und verzichtet auf das beim ESC sonst sehr verbreitete Dauerfeuerwerk aus Effekten. Und kommt so nur noch wirkungsvoller rüber.

Sehr gut kommen auch Bremens Vertreter beim ESC rüber – die dort zwar nicht singen, wohl aber sehr viel sprechen und überhaupt viel kommunizieren. Man könnte ein Lied davon singen. Aber lassen wir das. Bremens Vertreter beim ESC, das sind in diesem Jahr (wie ja auch in den Vorjahren) der PR- und ESC-Fachmann Eggert Peters und der „Bremen-Vier“-Moderator Jens-Uwe Krause, kurz JUK (www.facebook.com/jukundeggert). Neu dabei ist Lena Pigul-Wall. Sie ist promovierte Mathematikern und Physikerin, was beim traditionell aufwendigen ESC-Punkteverteilungsmodus nur von Vorteil sein kann.

Hilfreiche Stadtführerin

Vor allem aber stammt sie aus Kiew – und sorgt so bei den anderen beiden Bremern für Orientierung. „Sie kennt hier alle und alles“, sagt Peters. „Es ist großartig, weil wir tief in die Stadt eintauchen können. Sie lebt seit vier Jahren in Bremen, weil sie dort verheiratet ist.“ Lena Pigul-Wall hat das Geschäft „Le Stoff“ in der Berliner Freiheit (Vahr). „Darüber kenne ich sie“, so Peters. Beim Gespräch über den ESC in der Ukraine stellte sich heraus, dass Pigul-Wall just zu dieser Zeit in Kiew sein würde. Und nun passt sie dort auf JUK und Peters auf, so gut das eben geht.

Bleibt die Frage, wer am Sonnabend in Kiew denn nun tatsächlich gewinnt. Deutschlands Vertreterin Levina mit „Perfect Life“? Nun, die Bremer, die derzeit am nächsten dran sind am ESC, beantworten diese Frage so: „Wir glauben, dass Italien gewinnt. Wir würden uns auch über Portugal freuen und halten das durchaus für möglich.“ Am Tag des großen europäischen Sängerwettstreits moderieren JUK und Peters ab 18 Uhr eine Stunde lang live aus Kiew auf „Bremen Vier“.

Ein Abend mit Nino de Angelo

Live in Bremen ist an eben diesem Sonnabend, 13. Mai, ein Mann mit Vergangenheit zu erleben – mit ESC-Vergangenheit, versteht sich: Nino de Angelo („Jenseits von Eden“). Der Sänger, dessen Management in Bruchhausen-Vilsen sitzt, wohnt seit ein paar Monaten in der Nähe von Bremen, quasi jenseits von Bremen. Am ESC-Abend singt er im „Fritz“ (Herdentorsteinweg 39) seine Hits und Songs aus seinem neuen Album „Liebe für immer“. Beginn: 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.

„Da das ,Fritz‘ anschließend ab 21 Uhr auch den Eurovision Song Contest live aus Kiew überträgt, bleibt sicher auch noch ein wenig Zeit, um von seinen ESC-Erfahrungen zu berichten“, heißt es am Herdentorsteinweg hoffnungsfroh.

De Angelos ESC-Vergangenheit ist sozusagen eine zweifache, denn er hatte zweimal direkt mit dem Grand Prix zu tun. 1989 trat er in Lausanne mit dem Titel „Flieger“ für Deutschland an und landete auf dem 14. Platz. 2002 nahm er mit „Wenn Du lachst“ am deutschen Vorentscheid teil.

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