Ein-Mann-Satire „Wer kocht, schießt nicht“ mit Marcus Rudolph feiert Premiere auf Theaterschiff

Irrungen und Wirrungen

Marcus Rudolph ist Dr. Theodor Kögel in der Theaterschiff-Satire „Wer kocht, schießt nicht“.

Bremen - Von Elena ZelleBREMEN · „Tüte auf, Fressen raus, heiß gemacht und satt“, „Instrumente der Körperverletzung“ und den „Geschmacksnerven eines toten Frisörs“ entsprechend – so beschreibt Dr. Theodor Kögel Fasfood und Fertigprodukte im neuen Stück des Theaterschiffs an der Tiefer.

In der Ein-Mann-Satire muss der arbeitslose Molekularbiologe Dr. Theodor Kögel sich im Vorstellungsgespräch bei dem Fast-Food-Hersteller „Schnell & Lecker“ am Herd beweisen: Er soll einem Testpublikum die Vorteile des Kochens mit Fertigprodukten beweisen. Sein potenzieller Arbeitgeber macht es vor: Ganz à la Teleshopping fungiert er hinter dem Herd und preist, von dem ständig eingespielten „Schnell-&-Lecker“-Jingle begleitet, die Produkte an. Dann muss Kögel ran – und ist alles andere als ehrgeizig. Der begeisterte Hobbykoch hält er sich zunächst recht wacker, schweift dann aber von seiner Aufgabe immer wieder ab, bereitet ganz nebenbei gefülltes Hühnerbein mit selbstgemachten Fettuccine zu und klärt das Publikum ausgiebig über Irrungen und Wirrungen in der Küche auf. Der Kleine Saal des Theaterschiffs wurde zu diesem Zweck zu einer voll ausgestatteten Profi-Küche umgewandelt – glücklicherweise gab es keinen Wellengang auf der Weser.

„Toll, wie der Darsteller so viele Sachen gleichzeitig macht. Er werkelt und redet, das ist sehr kurzweilig“, findet das Ehepaar Hübenthal aus Oldenburg. „Außerdem ist er sehr verwandlungsfähig.“ Allerdings – Schauspieler und Moderator Marcus Rudolph überzeugt im Ein-Mann-Stück doppelt: Sowohl die Rolle des verunsicherten Molekularbiologen Kögel als auch die des lauten und profitgierigen „Schnell-&-Lecker“-Veteranen sind ihm wie auf den Leib geschneidert. Ein Fast-Food-Verkäufer muss das Publikum überzeugen. Zu diesem Zweck wird Gemüse als „gemein- gefährlich“ und die Küche der Großmütter als schuldig an Hungersnöten, Epidemien, früher Sterblichkeit und eigentlich allem Übel der Welt bezeichnet. Fertigprodukte seien demnach der Grund für sämtliche gesundheitliche Verbesserungen.

Kögel hingegen klärt das Publikum mal gründlich auf. Am sympathischsten seien die Völker, die sich mit der Nahrungszubereitung viel Zeit lassen: Schon die Kriegervölker zu Pferd hätten Fastfood bevorzugt. Sie legten sich ein Stück Fleisch unter den Sattel, um es mürbe zu reiten und es zwischendurch zu verzehren. Auch heute seien diejenigen, die Fastfood herstellen, auch die, die am meisten Kriege führen – nämlich die Amerikaner. Daher Kögels These: „Wer kocht, schießt nicht“.

Ein Stück weit widerlegt Schauspieler Marcus Rudolph diese Aussage selbst: Kochend steht er auf der Bühne und schießt trotzdem scharf – allerdings auf humoristischer Ebene. Das sieht auch das Ehepaar

Buschmann so: „Das Stück ist sehr lustig, man darf nur nicht alles so ernst nehmen“, glauben die beiden Bremer.

Weitere Spieltermine, der komplette Spielplan und Infos unter

WWW.

theaterschiff-bremen.de

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