„Songs and Whispers“ mit Richie Ros

Irischer Sänger in Oberneuland

Richie Ros tritt im Rahmen der Reihe „Songs and Whispers Fine Dining“ in Oberneuland auf. - Foto: Ros/Songs and Whispers
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Richie Ros tritt im Rahmen der Reihe „Songs and Whispers Fine Dining“ in Oberneuland auf.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Kompositionen für Gaumen und Ohr vereint die Reihe „Songs and Whispers Fine Dining“, die jetzt auch nach Oberneuland kommt. Folk und Singer-Songwriter-Pop gepaart mit kulinarischen Genüssen – das ist die Idee, die hinter der neuen Reihe des Bremer Musiknetzwerks „Songs and Whispers“ steckt. Es werden „landestypische Speisen aus den Herkunftsländern der auftretenden Künstler auf der Tageskarte stehen“, sagt Maraike Böhme von „Songs and Whispers“.

Und nun – eben – steht die Premiere in Oberneuland an. Bei André und Remsija Zierl im „Vincent´s“ an der Rockwinkeler Landstraße 100 tritt der irische Singer-Songwriter Richie Ros auf – und zwar am Montag, 30. Januar, um 20 Uhr.

Ros präsentiert sein neues Album „Odyssey“. Böhme: „Darauf thematisiert der einfühlsame Musiker die Reise eines kleinen Jungen, der trotz aller Schwierigkeiten im Leben seine eigene Geschichte schreibt. Produziert wurde ,Odyssey‘ von Grammy-Gewinner David Odlum.“

Ros selbst blickt auf eine schwere Kindheit zurück. Aufgrund verschiedener schwerer Erkrankungen konnten seine Eltern nicht für ihn sorgen. Ros wuchs bei Pflegefamilien und in Heimen auf. Erst spät kam er in stabile Verhältnisse, wie auf seiner Homepage zu lesen ist. Gefunden hatte er als Jugendlicher schon die Ausdrucksform der Musik. Von all dem handelt sein Album. Die Musik in seinem Kopf hat den Iren schließlich „frei gemacht“, wie er es selber formuliert.

BEK-Stipendium geht an Tom Gefken

Tom Gefken, 1960 in Bremen geboren, ist Gründungsmitglied der Galerie des Westens (GaDeWe) in Walle, die 1985 in Bremen als Produzentengalerie für Gegenwartskunst ins Leben gerufen wurde. Er gilt als vielseitiger Künstler, der sich mit Objektkästen, Papier- und Fotoarbeiten, Malerei sowie Wand- und Rauminstallationen einen Namen gemacht hat – weit über Walles und Bremens Grenzen hinaus. Nun erhält er das Künstlerstipendium 2017/18 der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK). Das Stipendium wird zum siebten Mal vergeben, sagte Sprecherin Sabine Hatscher.

Gefken arbeitet mit klaren Bezügen zu Themen der Gegenwart. Die Jury des Künstlerstipendiums – Arie Hartog vom Gerhard-Marcks-Haus. der Kunstwissenschaftler Frank Laukötter, Diemut Meyer (Kulturkirche), Rose Pfister und Peter Schaefer – hat sich „nach eingehender Beratung einstimmig“ für das „Projekt Zehn“ von Tom Gefken entschieden.

Der Gewalt Grenzen setzen

„Der Künstler stellt angesichts der derzeitigen Gewalt der Bilder, Worte und Taten eine grundlegende Frage, nämlich: Welche Gebote beziehungsweise welche Gesetze setzen der Gewalt Grenzen? ,Projekt Zehn‘ ist eine vergleichende Recherche von vermeintlich allgemeinen Regularien. 

Hierzu wird der Künstler die unterschiedlichen Positionen wiedergeben – einerlei, ob sie von Propheten wie Moses und Mohammed stammen oder von Philosophen wie Bertrand Russell und Michael Schmidt-Salomon oder von sonst wem“, heißt es bei der BEK. Und weiter: „Gegensätze und Widersprüche führt Gefken ebenso ins Feld wie Gemeinsamkeiten. Seine Frage ist auch, wie es überhaupt möglich ist, Gebote, Gesetze oder Rechte und ihre Systeme darzustellen, wenn Gerechtigkeit oder etwas Ähnliches nicht darstellbar zu sein scheint.“

Das Künstlerstipendium der Bremischen Evangelischen Kirche ist mit insgesamt 14 .000 Euro dotiert. Es besteht aus einer monatlichen Zuwendung von 1 .000 Euro über zehn Monate sowie einem einmaligen Zuschuss für die Dokumentation in Höhe von 4 .000 Euro. Die Stipendiaten sind aufgerufen, sich mit dem Verhältnis von Kunst und Religion auseinanderzusetzen. Das Stipendium beginnt am 1. April und endet am 31. Januar 2018. In dieser Zeit wird Gefken für die Kulturkirche St. Stephani sein „Projekt Zehn“ realisieren.

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