Daimler-Konzern steckt eine Milliarde Euro in Bremer Werk / Kompetenzzentrum

Investition in die Zukunft

Wirtschaftssenator Martin Günthner (v.l.), Mercedes-Werksleiter Andreas Kellermann, Rudi Hammerschmidt, Leiter der Fabrikplanung, und Rohbauleiter Dr. Thomas Liedtke legten gestern den Grundstein für die Erweiterung der Rohbauhalle. ·

Bremen - Von Viviane Reineking. Es wird viel gebaut im Bremer Mercedes-Benz-Werk. Hier entstehen aktuell nicht nur acht Modelle von der Limousine bis zum Roadster: Bis zum Jahr 2014 investiert der Daimler-Konzern nach eigenen Angaben insgesamt über eine Milliarde Euro am Standort in Sebaldsbrück. Damit wird unter anderem die Rohbauhalle des Werkes um rund das Vierfache vergrößert.

Den Grundstein für die Erweiterung der Rohbauhalle legten gestern Werksleiter Andreas Kellermann und Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Rund 40 000 Quadratmeter umfasst die Halle 70 zur Zeit, im Zuge der Erweiterung wird sie bis Ende des Jahres um 105 000 Quadratmeter wachsen. „Ein Großteil der Investition fließt in die Erweiterung und Ausstattung der Halle mit neuen Anlagen“, sagte Kellermann vor Pressevertretern und Konzernmitarbeitern auf der Baustelle.

Neben der Erweiterung der Rohbauhalle wächst das Werk auch an anderen Stellen: So entsteht gleich daneben auf 12 000 Quadratmetern eine neue Logistikhalle, in der Teile aus dem Presswerk gelagert werden, die zur weiteren Verarbeitung an den Rohbau geliefert werden. Ein Parkhaus, das auf sieben Ebenen insgesamt rund 2 000 Fahrzeuge fassen soll, befindet sich ebenfalls gerade im Bau. Zum einen soll es nach Fertigstellung Ende März den Mitarbeitern als Parkraum zur Verfügung stehen, zum anderen warten hier Neufahrzeuge auf ihren Verkauf im Kundencenter.

Die Fläche des Presswerks werde fast verdoppelt sowie eine neue Großteilstufenpresse installiert, heißt es. Keine Angaben macht der Konzern dazu, wie genau sich die Investitionssumme auf die einzelnen Bauprojekte verteilt.

Im Rohbau werden die Bleche aus dem Presswerk zusammengefügt. Die Montage werde auf den Einsatz hochmoderner Technologien ausgerichtet, die die Fahrzeuge auch leichter machen. Dazu arbeite man im Bereich der Materialwissenschaften zum Beispiel eng mit Bremer Partnern aus der Raumfahrt zusammen, um Synergien zu nutzen.

Viele der Maßnahmen würden die Vorbereitungen des Bremer Werkes auf seine Rolle als Kompetenzzentrum für die neue C-Klasse unterstützen, so Kellermann. Von Bremen aus werde die Produktion an drei weiteren Standorten in Südafrika, den USA und China gesteuert. „Mit der nächsten Generation der C-Klasse trägt das Werk maßgeblich Verantwortung für die Logistik und die Qualität, auch die der Mitarbeiter.“ Als 2009 der Daimler-Vorstand die Entscheidung für das Bremer Kompetenzzentrum getroffen habe, hätten sich viele die Bedeutung nicht vorstellen können, erinnerte Günthner. „Die Baumaßnahmen stehen für die Sicherung des Standorts und damit der Arbeitsplätze des größten privaten Arbeitgebers unserer Region.“

Auch Kellermann will die Zukunftsmaßnahmen in erster Linie als Sicherung der Beschäftigung verstanden wissen. Zudem wurden im vergangenen Jahr rund 350 hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. Einen Beschäftigungszuwachs erwartet der Werksleiter künftig vor allem durch Zulieferer, die in der Region, beispielsweise in Achim, produzieren. Sechs Millionen Fahrzeuge rollten in Sebaldsbrück bereits vom Band, im vergangenen Jahr hat das Werk nach eigenen Angaben rund 313 000 Fahrzeuge produziert – mehr als je zuvor.

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