Inventur im Bremerhavener Zoo am Meer

72 Säugetiere und 23 Lurche

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Azubi Marc Tetzlaff zählt die Humboldtpinguine. 21 von ihnen leben derzeit im Bremerhavener Zoo am Meer.

Bremerhaven - Von Jörg Esser. „Fred“ hat 800 Gramm zugelegt. In einem Jahr. „Fred“ ist eine Köhlerschildkröte. Und zugleich mit 80 Jahren der älteste Bewohner im Zoo am Meer in Bremerhaven. „Fred“ wiegt jetzt 10,43 Kilo. Das ist ein Ergebnis der Zoo-Inventur zumJahreswechsel. Jüngster Bewohner ist das Eisbärbaby von „Valeska“ und „Lloyd“, das am 11. Dezember 2015 zur Welt gekommen ist.

Bei den Besucherzahlen hat der am Weserdeich gelegene Zoo nach eigenen Angaben eine Punktlandung hingelegt. Mit 279000 Besucher wurde für 2015 kalkuliert – 278389 kamen dann auch. Zum Jahreswechsel werden alljährlich nicht nur die Besucherzahlen kalkuliert. Auch der Tierbestand wird erfasst – so exakt wie möglich. „Bei den großen Meeressäugetieren stellt sich die Zählung relativ simpel dar“, sagte Zoo-Direktorin Dr. Heike Kück. „Die flatternden Meeresvögel und die Fischschwärme waren jedoch echte Herausforderungen.“

Der Tierbestand sei „in etwa gleichgeblieben“, hieß es. 778 Tiere in 107 Arten wurden gezählt, ein Jahr zuvor waren 696 in 101 Arten. Die meisten Bewohner leben im Nordsee-Aquarium – 592 Fische und so weiter, die sich auf 74 Arten verteilen. Hinzu kommen 72 Säugetiere in 14 Arten, von den Eisbären bis zu Zwergkaninchen und Zwergotter, 59 Vögel, unter anderem Basstölpel und Humboldtpinguine (insgesamt zehn Arten), 32 Kriechtiere (sieben Arten) und 23 Lurche (zwei Arten). So weit, so gut. Die Tiere werden bei der Inventur nicht nur gezählt, sondern auch gewogen und vermessen. Das ist bei Eisbären, Pumas und Schimpansen nur schwer möglich. Das werde im Laufe des Jahres immer dann nachgeholt, wenn ein Tier aus medizinischen Gründen narkotisiert werden müsse, sagt Kück.

„Die Ergebnisse der Tierzählung werden in eine internationale Datenbank eingepflegt, auf die die Zoos weltweit zugreifen können. „So kann man erkennen, wo welche Tierart in einem Zoo gepflegt wird, der Bestand einer Tierart stabil und somit ihr Erhalt in den Zoos gesichert ist“, sagt die Direktorin.

Und ist man im Zoo einmal bei den Zahlen, so werden auch die Vorräte an Trockenfutter sowie Futterfisch und -fleisch ermittelt. Der Jahresverbrauch im Zoo liegt laut Kück bei 39000 Kilo. Der größte Posten ist mit 26000 Kilo Fisch – Makrelen, Sprotten und Heringe für Eisbären, Pinguine, Seehunden, Seebären und Seelöwen. Hinzu kommen 6000 Kilo Rindfleisch. Und insgesamt 7000Kilo an Obst und Gemüse. In der Zoo-Statistik werden unter anderem jeweils 2500 Kilo Äpfel und Möhren, 800 Kilo Orangen, 500 Kilo Gurken, 400 Kilo Bananen, 300 Kilo Sellerie, 100 Kilo Petersilie und 30 Kilo Nüsse aufgelistet. Daneben werden pro Jahr 4000 Kiwi, 2500 Eier und 1500 Köpfe Salat vertilgt. Und ein wenig Frischfutter – Mäuse für Schnee-Eulen und Königspython zum Beispiel.

Der Zoo am Meer hat derzeit täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet, im März bis 18 Uhr und von April bis Oktober bis 19Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8,50 Euro, für Kinder (vier bis 14 Jahre) fünf Euro.

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