Internationales Austauschprojekt „Stage Europe Network“ erstmals in Bremen

Chance für den Nachwuchs

Das internationale Netzwerk „Stage Europe Network“ will Nachwuchsbands fördern. Erstmals ist es in Bremen zu Gast. Mit von der Partie ist auch die Bremer Gruppe „Yellowtree“ (hier Sänger Yasin Lucas Boranbay).
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Das internationale Netzwerk „Stage Europe Network“ will Nachwuchsbands fördern. Erstmals ist es in Bremen zu Gast. Mit von der Partie ist auch die Bremer Gruppe „Yellowtree“ (hier Sänger Yasin Lucas Boranbay).

Bremen - Von Pascal Faltermann. Konzerte in Europa, ein funktionierendes Netzwerk, Auftritte bei Festivals – junge Nachwuchsbands wünschen sich nichts mehr. Viele Zuschauer, ein eigenes Video oder feine Fotos sind aber nicht für jeden jungen Musiker leicht zu realisieren. Das internationale Netzwerk „Stage Europe Network“ hat sich die Förderung junger Nachwuchsbands zum Ziel gesetzt und ist erstmals in Bremen zu Gast.

Musikbezogene Austauschprojekte stehen im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit. Das Projekt besteht seit fünf Jahren. Erstmals ist es in diesem Rahmen dem Verein „Musikszene Bremen“ gelungen, das Programm „Mix up! Exchange“ vom 18. bis 25. Juli an der Weser zu realisieren. Gefördert durch EU und Kulturressort, werden sechs Newcomerbands aus Partnerländern eine Woche in Bremen zu Gast sein und gemeinsam mit zwei hiesigen Nachwuchsgruppen an dem Förderprogramm im Alten Zollamt teilnehmen.

Mit von der Partie sind die norwegische Band „Addicted“ (Rock), die Polen „Ciszna Nocna“ (Cold Wave), die Franzosen „Deniere Minute“ (Pop-Rock), die Niederländer „The Four“ (Indie-Rock), die Isländer „Toneron“ (Pop) und „Vio“ (Folk Rock) sowie die beiden Bremer Gruppen „We had to leave“ (Space-Rock) und „Yellowtree“ (Rock).

Neben Mixed-Bands, die die Musiker der verschiedenen Länder neu zusammenstellen, gibt es ein Vorspielen vor einer Jury, Festivals und andere Auftritte. Ebenfalls bekommen die Teilnehmer die Chance, sich kulturell und professionell weiterzubilden. „Neben Instrumental-Workshops gibt es Programme und Vorträge zu Marketing, Bandmanagement, Musikbusiness, Foto-shootings und Videodrehs“, erklärt die Bremer Projektleiterin Julia von Wild. Der Fokus des „Stage Europe Network“ in Bremen liege auf dem interkulturellen Austausch der 35 Teilnehmer und dem Netzwerken, um internationale Kontakte zu knüpfen.

Mittelpunkt des Austauschprojekts in Bremen ist der Auftritt der Musiker auf der „Breminale“ an den Osterdeichwiesen. Am Mittwoch, 23. Juli, und Donnerstag, 24. Juli, bekommen alle Nachwuchsbands die Chance, sich auf der „Breminale“ zu präsentieren. Eingeflochten in das Programm, treten die Bands an den beiden Tagen auf drei verschiedenen Bühnen auf und können die Zuschauer von ihrer Musik überzeugen.

Sechs Musik- und Kulturmanager aus den sechs genannten Partnerländern gründeten 2009 das unabhängige Netzwerk und blicken bereits auf eine Geschichte mit mehr als 20 Austauschprojekten mit rund 50 Gruppen zurück. Mit diesem Konzept habe sich das Netzwerk ein Alleinstellungsmerkmal in der Rock- und Popförderung in Europa geschaffen, so Mitgründerin von Wild.

Die wohl größte Erfolgsgeschichte des Netzwerkes ist die weltweit bekannte Band „Of Monsters and Men“, die ihre ersten internationalen Erfahrungen im Netzwerk gesammelt hat. Aber auch Bremer wie die „Kleinstadthelden“ und „De fofftig Penns“ profitierten vom Bündnis.

Der Verein „Musikszene Bremen“ als deutscher Vertreter des Netzwerkes übernehme mit diesem Förderprogramm seit nunmehr fünf Jahren einen wichtigen Bildungsauftrag der Stadt und biete professionelle sowie nachhaltige Nachwuchsförderung für Bremer Musiker, lässt der Verein wissen. Auf diese Weise biete Bremen dem kreativen Nachwuchs der Stadt eine Chance, sich im internationalen Wettbewerb zu positionieren und als Botschafter der Stadt aufzutreten.

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