Institut Français: Blanker Terror gegen alle

Bremen trauert mit Frankreich

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Christian Weber.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Vor dem Institut Français an der Contrescarpe 19 lagen Blumen und Kerzen. Die Trikolore wurde um Trauerflor ergänzt. Ab heute liegen im Institut für zwei Wochen Trauerlisten aus. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) zeigte sich „schockiert und unendlich traurig“.

Eintrag in die Kondolenzlisten im Haus der Bürgerschaft unter den Blicken zahlreicher Medienvertreter.

Und im Haus der Bürgerschaft gab es gestern Nachmittag die Möglichkeit zum gemeinsamen Trauern. Dabei bezeichnete Dr. Philippe Wellnitz, Direktor des Instituts Français, die terroristischen Anschläge von Paris am Freitagabend als „blanken Terror gegen alle“. Während im Hintergrund der Eiffelturm als Friedenszeichen mit den Worten „Nous sommes tous français“ eingeblendet war und neben ihm die Fahnen von Deutschland, Frankreich und Bremen standen, sagte Wellnitz, dass Frankreich schwer getroffen sei und den Atem vor so viel Grauen anhalte. „Das macht sprachlos“, so der Institut-Direktor, „aber sprachlos heißt nicht allein. Die ganze Welt trauert mit.“ Die Attentäter hätten „mitten im Volk“ zugeschlagen.

Bereits Anfang des Jahres habe man sich nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ im Parlamentsgebäude am Marktplatz versammelt. Wellnitz kündigte für Januar eine gemeinsame Ausstellung zu dem Thema an. Die Antwort auf den Terror sei die Kultur. Ebenso wie zuvor Bürgerschaftspräsident Christian Weber schloss Wellnitz mit der bekannten französischen Maxime: „Liberté, Égalité, Fraternité.“

Vor etwa 150 Besuchern hatte Weber zuvor seine Fassungslosigkeit über das „terroristische Attentat“ mitten in Europa ausgedrückt. Trotz der Sprachlosigkeit angesichts der blutigen Tat, die ein Angriff gegen „unsere Werte“ sei, müsse man wehrhaft bleiben. „Das schulden wir den Opfern“, so Weber. Und: „Der Anschlag von Paris trifft auch uns.“ Die IS-Angreifer (Islamischer Staat, d. Red.) wollten „unser friedliches Miteinander zerstören“. Weber: „Dagegen setzen wir Solidarität, die Grenzen überschreitet.“

Bürgermeister Sieling hatte am Sonnabend „diese barbarische Tat“ als einen „Angriff auf die Grundwerte unserer Demokratie, einen Angriff auf die gesamte freie Welt“ bezeichnet. „Es ist unfassbar und erschüttert uns tief, dass Paris zum zweiten Mal innerhalb so kurzer Zeit Opfer derart feiger terroristischer Gewalt wird.“ Das Mitgefühl gelte in diesen Stunden „unseren französischen Freunden“.

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