Drei Messen in Bremen

Inspirationen für die Vorweihnachtszeit

In den Messehallen 6 und 7 kann der geneigte Besucher der „Christmas & more“ Deko-Ideen sammeln. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Whisky aus Schweden, Christbaumkugeln aus Thüringen, Gebäck aus der Hamburger Hafen-City – die Mischung macht’s. Irgendwie jedenfalls. Die Messe Bremen hat wieder einen Dreierpack geschnürt – aus „Bottle Market“, „Christmas & more“ und „Kuchenliebe“. Drei Genießermessen mit insgesamt 225 Ausstellern in den Hallen  6 und 7 auf der Bürgerweide. „Alles für ein gelunges Fest“, verspricht Kerstin Renken, Bereichsleiterin Publikumsmessen bei der Bremer Messegesellschaft.

Der geneigte Messebesucher soll Inspirationen sammeln – Inspirationen für die Vorweihnachtszeit und den Gabentisch. Er taucht in Halle 7 zunächst ein in eine schummrige Atmosphäre mit wenig Licht. „Es duftet hier nach Fusel“, sagt ein junger Mann. Da liegt er doch ein wenig daneben. Duft ja, Fusel nein. Hier werden edle Tropfen ausgeschenkt. Obstbrände, Rum und vor allem Whisky. Aus Schweden, aus Brasilien, aus dem schwäbischen Hochland. Rund 50 Händler, Hersteller, Importeure und Abfüller sind vor Ort. 

Die „Blaue Maus“ aus Eggolsheim zählt dazu, „Deutschlands älteste Single-Walt-Whiskydestillerie“. Jochen Druffel, Brennmeister und Chef der Brennerei Josef Druffel aus Stromberg im Münsterland, hat den Single-Malt-Whisky „Prum“ im Angebot und Ausschank. Ein edler Tropfen, der in Stromberger Pflaumenholzfässern gereift ist. Stromberg ist so etwas wie eine Zwetschgen-Hochburg. 

„Bei uns gibt es 5.000 Einwohner und 25.000 Zwetschenbäume“, sagt Druffel. Die Produktion der Fässer dauert drei Jahre. Und dann reift der Whisky noch mindestens drei Jahre im Fass. Da gerät schonmal ein Tester ins Schwärmen. „I am going, I  am going, where streams of whiskey are flowing” – so heißt es in „Whiskey in the Jar“ der legendären irischen Folkband „The Pogues“ um Frontman Shane MacGowan. Schon wird der Chronist aus seinen Tagträumen gerissen. Und ein Stand mit vielen Flaschen „Pogues“ taucht auf – die Band hat seit 2015 ihren eigenen Whisky.

„The Pogues“ – das sind ja die mit dem wunderbaren Weihnachtssong „Fairtytale of New York“. Welche Übergang in die Welt der Weihnachtsbaumkugeln und künstliche Tannenbäume. „Christmas & more“ eben. Sterne, Zapfen, Wichtel, Rentiere, Kerzen und Zimtstern-Ohrstecker („zum Abknabbern“). „Ist das schön“, entfährt es einer Frau im allerbesten Alter, die leicht entrückt in die Adventswelt eintaucht und einen Holzelch streichelt. „Zahlen Sie das zusammen oder jeder für sich?“ – so schnell geht es zurück ins Messeleben. Nun denn. Der Schmuck aus dem Erzgebirge ist arg bunt. Wer’s mag. „Kitschiges Zeug“, mault der Whisky-Trinker von vorhin. Aber der hat ja auch vom Fusel gefaselt.

Zurück ins Geschehen: Die Kekse aus Hamburg sind lecker. Und schicke Torten gibt es auch. Von Gebäck-Designer kreiert. Lecker!

„Bottle Market“, „Christmas  & more“ und „Kuchenliebe“ öffnen am Sonnabend und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Eintritt: neun Euro.

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