Innenstadtwirtschaft nimmt zum Verkehrsentwicklungsplan Stellung

„Vernünftige Maßnahmen“

Bremen - Der vor wenigen Tagen in der Verkehrsdeputation auf den Weg gebrachte Verkehrsentwicklungsplan (VEP) enthält „eine Reihe von vernünftigen Maßnahmen“. So reagierten gestern Handelskammer, Handelsverband Nordwest, Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und City-Initiative in einer ersten Stellungnahme.

Der Plan berücksichtige die besonderen Anforderungen der Bremer Innenstadt mit ihren fast 6000 Unternehmen und 80000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im erweiterten Bereich. Als Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stärke, Beschäftigung und urbane Vitalität müsse die gute Erreichbarkeit der City mit allen Verkehrsmitteln sichergestellt sein, sagen die Vertreter der Organisationen. Mit Blick auf den motorisierten Individualverkehr, den insbesondere die Umlandkunden zu 70 Prozent nutzten, hebt die Innenstadtwirtschaft hervor, dass es eine gute Entscheidung sei, auf einen Rückbau der Bürgermeister-Smidt-Straße, der Friedrich-Ebert-Straße sowie der Martinistraße zu verzichten. Es sei richtig, stattdessen punktuelle Umgestaltungsmaßnahmen zu planen, die die verkehrliche Leistungsfähigkeit nicht herabsetzten. Dies müsse auch für den Herdentorsteinweg gelten, für den stadteinwärts ein separater Rechtsabbieger zum Wall notwendig bleibe.

Die Organisationen befürworten auch die geplante Umgestaltung des Innenstadteinganges Doventor sowie die Absicht, keine weiteren Tempo-30-Abschnitte im innenstadtrelevanten Hauptstraßennetz auszu-weisen. Und auch die Vorschläge beim Thema Concordia-Tunnel kommen an. Als „innovativ“ wird der Vorschlag bezeichnet, werktags das Parken im Bereich des Tunnels stadteinwärts von 7 bis 10 Uhr zu verbieten. Dieses Parken hatte der frühere Bausenator Reinhard Loske (Grüne) nach dem vierspurigen Ausbau des Schwachhauser Heerstraße eingeführt – sein Trick gegen den Ausbau, der den Verkehr schneller machen sollte. Als wichtig für die City bezeichnet die Innenstadtwirtschaft auch die Optimierung des ÖPNV-Netzes sowie des Rad- und Fußwegenetzes. Allerdings dürften zusätzliche Straßenbahn-trassen und Radwege nicht die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrsstraßen minimieren und den motorisierten Individualverkehr einschränken. Optimiert wissen möchten die Initiativen die fußläufigen Verknüpfungen zwischen Fußgängerzone, Wall und Viertel.gn

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