FDP legt 41 Vorschläge für die City vor

„Innenstadt benötigt Update“

FDP-Fraktionschefin Lencke Steiner und ihr Vize Magnus Buhlert präsentierten am Dienstag auf dem Hanseatenhof das liberale Innenstadtkonzept. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Die Entwicklung stagniert. Es hakt an vielen Ecken in der Bremer City. „Die Innenstadt benötigt ein Update“, sagt die FDP. Die Bürgerschaftsfraktion der Liberalen hat am Dienstag ein Innenstadt-Strategiepapier entwickelt. Das Ziel: Die Bremer Innenstadt soll zum Besuchermagneten Nummer Eins im Norden werden – vor Hamburg.

Bremen müsse in einen Ideenwettbewerb einsteigen anstatt beim ideenlosen Verwalten zu bleiben, sagt FDP-Fraktionschefin Lencke Steiner. Sie setzt auf „einen Fünfklang aus Einkaufen, Arbeiten, Wohnen, Kultur und Gastronomie“. Das Konzept der FDP umfasst 41 Vorschläge. „Gute Ideen sind da“, sagt Steiner. Auch die Politikerkollegen der anderen Parteien sollen damit konfrontiert werden. Ein Dringlichkeitsantrag zur Innenstadtentwicklung soll in einer der nächsten Bürgerschaftssitzungen eingebracht werden.

Zurück ins Konzept: Die FDP will den ehemaligen Theaterberg am Wall bebauen, den Domshof touristisch aufwerten und Ikea in der Bremer City ansiedeln. So soll auf dem Theaterberg ein attraktives Gebäude mit kulturellem und gastronomischen Angebot entstehen. So soll der Wochenmarkt am Domshof ganztägig und womöglich auch in den Abendstunden öffnen. Und so soll das schwedische Möbelhaus ein Concept-Store auf dem Telekom-Areal im Stephaniviertel eröffnen. Post von der Bremer FDP hat Ikea jetzt bekommen, eine Antwort steht noch aus.

Fraktionsvize Magnus Buhlert sagt: „Wir müssen Sachen entscheidungsreif machen und gute Impulse setzen.“ Taxis sollen auf Busspuren fahren dürfen, Tankstellen für Elektrofahrzeuge in Innenstadtparkhäusern sowie Parkplätze für Carsharing-Autos sollen geschaffen, mehr Fahrradparkplätze errichtet und ein Ordnungsdienst installiert werden. Die Fußgängerzonen sollen ausgeweitet werden – dafür will die FDP die Knochenhauerstraße zwischen der Carl-Ronning-Straße und der Kleinen Hundestraße für den Durchgangsverkehr sperren lassen. Sandstraße und Buchtstraße sollen aufgewertet werden, die Hutfilterstraße in Obernstraße umbenannt werden. „Die Obernstraße ist eine Marke“, sagt Buhlert.

Mit der Verlegung der Straßenbahn aus der Obern- in die Martinistraße zaubern die Liberalen einen seit Jahrzehnten debattierten Dauerläufer wieder aus dem Hut. Sie fordern zunächst die „Durchführung einer betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzenberechnung“ für das Projekt. Und dann soll auch die Möglichkeit einer Untertunnelung der Brill-Kreuzung für den Auto- und Lkw-Durchgangsverkehr geprüft werden.

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