Innenressort legt Verkehrsunfallstatistik für 2015 vor - Brennpunkt „Stern“

Mehr Unfälle, mehr Tote

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Einer von 18035 Unfällen auf den Straßen im Bremer Stadtgebiet: Ein Autofahrer kommt beim Abbiegen an der Tiefer-Kreuzung von der Fahrbahn ab, das Auto landet am Poller.

Bremen - Von Jörg Esser. Die Zahl der Verkehrsunfälle und die Zahl der Verunglückten ist im Land Bremen im Jahr 2015 wieder angestiegen. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die das Innenressort jetzt vorgelegt hat. Demnach krachte es auf den Bremer und Bremerhavener Straßen 22671-mal und damit rund 500-mal mehr als im Jahr zuvor. Laut Innenressort forderten die Unfälle 18 Todesopfer,vier mehr als 2014.

Die Unfallzahlen sind in beiden Städten des kleinsten Bundeslandes gestiegen. In Bremen registrierte die Polizei 18035 Unfälle und damit 449 mehr als 2014. In Bremerhaven stieg die Zahl von 4576 auf 4636. Dabei verunglückten weiteren Angaben zufolge im Land 4101 Menschen (2014: 4063). 3651 zogen sich leichte, 432 schwere und 18 tödliche Verletzungen zu. Im Bremer Stadtgebiet verunglückten demnach 3348 Menschen, 2874 wurden leichtverletzt, 358 schwerverletzt und 14 getötet.

„Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden sind zu geringer Abstand, fehlerhaftes Abbiegen und Missachtung der Vorfahrt“, sagte eine Sprecherin des Innenressorts. Die häufigsten Unfälle im Straßenverkehr ereignen sich zwischen Personenwagen. Es folgen Zusammenstöße zwischen Autos und Radfahrern. Hierbei wurden landesweit 1851 Radler verletzt, 57 weniger als ein Jahr zuvor. Vier Radfahrer starben auf der Straße. Auch ein Pedelec-Fahrer zählte zu den Todesopfern. Rückläufig ist auch die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren – von 342 auf 312. Dabei verunglückten 245 Kinder (2014: 254).

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Abstand/Geschwindigkeit ist laut Ressort wieder rückläufig, sei aber immer noch auf einem hohen Niveau. 5756Unfälle wurden gezählt, mehr als 300 weniger als 2014. Allerdings stieg die Zahl der bei diesen Unfällen Verunglückten rasant an – von 878 auf 1032.

Unfallbrennpunkte in Bremen waren 2015 der „Stern“, die Stephanibrücke sowie die Brill-Kreuzung. Viele Verkehrsunfälle ereignen sich im ruhenden Verkehr. „Diese Parkrempler haben eher leichtere Sachschäden zur Folge“, heißt es. Und weiter: Bei jedem vierten Verkehrsunfall in Bremen und bei jedem fünften in Bremerhaven entfernt sich ein Fahrer „unerlaubt vom Unfallort“. Tendenz: steigend.

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