Die individuelle Therapie finden

Bremer Krebskongress mit 500 Teilnehmern im Swissôtel

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Professor Ernst Heinrich Schmidt, Vorsitzender der Bremer Krebsgesellschaft.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Etwa 500 Ärzte und andere Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen kommen Dienstag und Mittwoch beim 15. Bremer Krebskongress im Swissôtel am Hillmannplatz zusammen. Der Kongress der Bremer Krebsgesellschaft rückt einmal mehr Patient und Behandlung in den Fokus. Dabei geht es auch um interdisziplinäre Ansätze.

„Krebs ist die Krankheit, die mehr als andere interdisziplinär behandelt werden muss“, sagt Professor Ernst Heinrich Schmidt, der Vorsitzende der Bremer Krebsgesellschaft. Das gelte von der Diagnose bis zur Nachsorge.

Die Fachleute wollen auf dem Kongress „Erfahrung, Wissen und vielleicht auch gemeinsame Strategien“ besprechen, sagt einer der beiden Kongressleiter, Professor Johann Ockenga (Klinikum Mitte). Denn: „Das Wissen in der Krebstherapie wächst rapide.“ Schmidt: „Die Krebsmedizin verdoppelt ihr Wissen im Zwei-Jahres-Rhythmus.“ Fast im Monatsrhythmus würden die Ärzte mit Neuem konfrontiert, so der Strahlentherapeut Professor Ulrich Carl, ebenfalls Kongressleiter.

Die Fülle des neuen Wissens, die vielen neuen Informationen – all das stellt die Mediziner vor neue Herausforderungen. Schließlich gilt es, für jeden Patienten die angemessene und genau passende individuelle Therapie zu finden. Vor diesem Hintergrund verweist Ockenga darauf, dass stets „mehrere Spezialisten“ zusammengeführt werden müssen, um Entscheidungen für den jeweiligen Patienten zu treffen – eben mit Blick auf die immer weiter ausdifferenzierbaren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Wobei – das betonen die Fachleute – die Früherkennung als beste Therapiemöglichkeit gilt. „Je früher erkannt, desto besser heilbar“, formulierte Schmidt bei einem Gespräch im Swissôtel.

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