40 Brandstiftungen im Jahr 2020

In Bremen brennen wieder Autos - zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen am selben Ort

Ausgebrannt: der Transporter eines Immobilienunternehmens in Walle.
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Ausgebrannt in der Nacht zu Donnerstag in Walle: der Transporter eines Immobilienunternehmens in Walle.

In Bremen brannten in den vergangenen Tagen immer wieder Autos, zuletzt am späten Sonnabendabend in Hemelingen. Der letzte Brandanschlag dort lag erst drei Nächte zurück.

Update vom 22. November: In Bremen-Hemelingen sind laut Informationen der Polizei erneut zwei Fahrzeuge in Brand geraten, verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und sucht nach Zeugen.

Dutzendfach ist es in Bremen seit Beginn des Jahres zu ähnlichen Vorfällen von Brandstiftung gekommen, in der Nacht auf Donnerstag sogar an derselben Straße wie in der Nacht auf Sonntag. Zudem wurden Polizeigebäude in Bremen zuletzt mehrfach Ziel von Schmierereien und Farbattacken.

Erneut brennende Autos an der Ruppertshainer Straße in Hemelingen

Gegen 23.20 Uhr standen am Sonnabend an der Ruppertshainer Straße laut Angaben der Polizei ein Ford und ein Chevrolet in Flammen und brannten fast vollständig aus. Es entstanden demnach Totalschäden an beiden Wagen. Durch die Hitzeentwicklung wurde ein weiteres Auto in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.

Kurz vor den Bränden war eine Zeugin auf zwei dunkel gekleidete Verdächtige aufmerksam geworden, die sich in einem Gebüsch am Brandort zunächst versteckten und dann flüchteten. Die Polizei Bremen zählt zahlreiche Fälle von Autobränden, bei einigen liegen Bekennerschreiben aus dem linken Lager vor. Im aktuellen Fall sind die Ermittlungen noch in vollem Gang, ein Zusammenhang mit den zurückliegenden Fällen - auch in Hemelingen - ist noch offen.

Die Polizei Bremen sucht deshalb auch im neuesten Fall nach Zeugen, die in der Nacht auf Sonntag an der Ruppertshainer Straße in Hemelingen verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421/362-3888 jederzeit entgegen. (kom)

Ursprungsartikel vom 19. November: Bremen – Und wieder sind in Bremen Fahrzeuge in Flammen aufgegangen – in der Nacht zu Donnerstag gleich zwei. Seit Jahresbeginn sind bereits 38 Fahrzeuge durch Brandstiftungen beschädigt oder komplett vernichtet worden, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen auf Nachfrage. Insbesondere haben es die Täter auf größere Autos, Wagen von Immobilienfirmen und auch auf Polizeifahrzeuge abgesehen. Aber auch Immobilien und Reviere sind Ziel von Anschlägen und Schmierereien. Die Ermittler vermuten die Täter in der linken Szene.

Zumindest, so Matthiesen, gibt es für einige Fälle entsprechende Bekennerschreiben aus dem linken Lager. In anderen Fällen könnten entsprechende Zeichen wie „Antifa“ oder „Acab“ (all Cops are bastards, alle Polizisten sind Bastarde) darauf hindeuten. Die bislang 38 Brandstiftungen an Fahrzeugen ziehen sich laut Matthiesen durch diverse Stadtteile. Der eine oder andere Tatverdächtige wurde gefasst, die Serie der Brandstiftungen reißt jedoch nicht ab.

Autos brennen in Findorff, Walle und Hemelingen

Nachdem in der Nacht zu Dienstag in Findorff ein Auto eines Immobilienfinanzierungsunternehmens in Flammen aufgegangen war, traf es in der Nacht zu Donnerstag gegen 1 Uhr in der Bayernstraße in Walle den Transporter einer Immobiliengesellschaft. Der Wagen brannte komplett aus. Der Schaden wird auf 15.000 Euro geschätzt, berichtete die Polizei. Bereits drei Stunden vorher war in Hemelingen (Ruppertshainer Straße) ein Auto ausgebrannt. Schaden: 8000 Euro. Ob die Fälle miteinander zu tun haben, sei offen, hieß es. Die Polizei prüft Zusammenhänge mit den weiteren zahlreichen Fahrzeugbränden in diesem Jahr. Die Ermittler suchen Zeugen. Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter Telefon 0421/362-3888. (gn)

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