Serie setzt sich fort

In Bremen brennen wieder Autos - zwei Fahrzeuge in der Neustadt angezündet

Polizei
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Die Polizei Bremen sucht nach Verursachern der Fahrzeugbrände in der Neustadt.

Freitagabend brannten in der Neustadt zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

Update 10. Januar: Auch in 2021 setzt sich die Serie der Fahrzeugbrände in Bremen fort. In der Graudenzer Straße sahen Zeugen kurz nach 23 Uhr einen brennenden Peugeot 207 und informierten die Polizei. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr löschte die Flammen. Während der Maßnahmen wurden die Einsatzkräfte zu einem zweiten Fall in die Kolberger Straße gerufen. Dort brannte ein VW Caddy. Mehrere Anwohner handelten schnell und löschten das Auto mit einem Feuerlöscher. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421/3623888 zu melden.

Update 21. Dezember: Gegen 2 Uhr am Montag wurden die Bremer Feuerwehrleute in die Schwachhauser Heerstraße alarmiert. Ein an der Straße geparkter Ford Transit brannte im Frontbereich. Vor einem Maklerbüro – etwa 50 Meter entfernt – stand das Heck eines Porsche Panamera in Flammen. Unter schwerem Atemschutz konnte der Transporter binnen Minuten abgelöscht werden. Beim Porsche gestaltete sich das Löschen schwieriger. Immer wieder lief Treibstoff aus und entzündete sich unter dem Fahrzeug. Mit Schaum und mit Wasser versuchten die Einsatzkräfte die Karosserie zu kühlen. 
 
Um besser unter den Sportwagen zu gelangen, setzte die Bremer Feuerwehr nach einer Stunde einen Spreizer ein. Mit diesem werden ansonsten Personen aus Unfallwracks befreit. In diesem Einsatz diente das hydraulische Werkzeug als Wagenheber. So wollten die Feuerwehrleute die Zündquelle unter dem Wagen ablöschen.

Ausgebrannt in der Nacht zu Donnerstag in Walle: der Transporter eines Immobilienunternehmens in Walle.

 Die Polizei Bremen war mit mehreren Streifenwagen vor Ort und suchte im Umfeld nach möglichen Brandstiftern. Die Schwachhauser Heerstraße musste für etwa drei Stunden voll gesperrt werden. Vorsorglich stand der Rettungsdienst in Bereitschaft. Verletzt wurde jedoch niemand. Beide Fahrzeuge haben nur noch Schrottwert. Der Schaden wird laut Polizei Bremen auf 185.000 Euro geschätzt. Weitere Fahrzeuge oder Gebäude wurden nicht beschädigt. Die Kriminalpolizei Bremen prüft, ob es sich um eine politisch motivierte Straftat handelt. 

Update vom 22. November: In Bremen-Hemelingen sind laut Informationen der Polizei erneut zwei Fahrzeuge in Brand geraten, verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und sucht nach Zeugen.

Dutzendfach ist es in Bremen seit Beginn des Jahres zu ähnlichen Vorfällen von Brandstiftung gekommen, in der Nacht auf Donnerstag sogar an derselben Straße wie in der Nacht auf Sonntag. Zudem wurden Polizeigebäude in Bremen zuletzt mehrfach Ziel von Schmierereien und Farbattacken.

Erneut brennende Autos an der Ruppertshainer Straße in Hemelingen

Gegen 23.20 Uhr standen am Sonnabend an der Ruppertshainer Straße laut Angaben der Polizei ein Ford und ein Chevrolet in Flammen und brannten fast vollständig aus. Es entstanden demnach Totalschäden an beiden Wagen. Durch die Hitzeentwicklung wurde ein weiteres Auto in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.

Kurz vor den Bränden war eine Zeugin auf zwei dunkel gekleidete Verdächtige aufmerksam geworden, die sich in einem Gebüsch am Brandort zunächst versteckten und dann flüchteten. Die Polizei Bremen zählt zahlreiche Fälle von Autobränden, bei einigen liegen Bekennerschreiben aus dem linken Lager vor. Im aktuellen Fall sind die Ermittlungen noch in vollem Gang, ein Zusammenhang mit den zurückliegenden Fällen - auch in Hemelingen - ist noch offen.

Die Polizei Bremen sucht deshalb auch im neuesten Fall nach Zeugen, die in der Nacht auf Sonntag an der Ruppertshainer Straße in Hemelingen verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421/362-3888 jederzeit entgegen. (kom)

Ursprungsartikel vom 19. November: Bremen – Und wieder sind in Bremen Fahrzeuge in Flammen aufgegangen – in der Nacht zu Donnerstag gleich zwei. Seit Jahresbeginn sind bereits 38 Fahrzeuge durch Brandstiftungen beschädigt oder komplett vernichtet worden, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen auf Nachfrage. Insbesondere haben es die Täter auf größere Autos, Wagen von Immobilienfirmen und auch auf Polizeifahrzeuge abgesehen. Aber auch Immobilien und Reviere sind Ziel von Anschlägen und Schmierereien. Die Ermittler vermuten die Täter in der linken Szene.

Zumindest, so Matthiesen, gibt es für einige Fälle entsprechende Bekennerschreiben aus dem linken Lager. In anderen Fällen könnten entsprechende Zeichen wie „Antifa“ oder „Acab“ (all Cops are bastards, alle Polizisten sind Bastarde) darauf hindeuten. Die bislang 38 Brandstiftungen an Fahrzeugen ziehen sich laut Matthiesen durch diverse Stadtteile. Der eine oder andere Tatverdächtige wurde gefasst, die Serie der Brandstiftungen reißt jedoch nicht ab.

Autos brennen in Findorff, Walle und Hemelingen

Nachdem in der Nacht zu Dienstag in Findorff ein Auto eines Immobilienfinanzierungsunternehmens in Flammen aufgegangen war, traf es in der Nacht zu Donnerstag gegen 1 Uhr in der Bayernstraße in Walle den Transporter einer Immobiliengesellschaft. Der Wagen brannte komplett aus. Der Schaden wird auf 15.000 Euro geschätzt, berichtete die Polizei. Bereits drei Stunden vorher war in Hemelingen (Ruppertshainer Straße) ein Auto ausgebrannt. Schaden: 8000 Euro. Ob die Fälle miteinander zu tun haben, sei offen, hieß es. Die Polizei prüft Zusammenhänge mit den weiteren zahlreichen Fahrzeugbränden in diesem Jahr. Die Ermittler suchen Zeugen. Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter Telefon 0421/362-3888. (gn)

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