Verträge offenbar gekündigt

„Immergrün“ stellt Stromlieferungen in Bremen ein – sehen Kunden schwarz?

Es betrifft Teile von Hessen. Und von Bremen: Billigstromanbieter „Immergrün“ stellt die Belieferung von hunderten von Kunden ein. Was können diese jetzt tun?

Bremen – Draußen wird es dunkel, also schnell ab in die gute Stube. Dort ist es warm. Und das Licht leuchtet. Ein kleiner Druck auf den Schalter und: zack, da ist es. Es werde Licht! Der guten Stromversorgung sei Dank. Aber: Sitzen in Teilen von Bremen Bürgerinnen und Bürger bald abends nach Sonnenuntergang im Dunkeln? Auch dann, wenn sie in ihrer Wohnung sind und den Lichtschalter betätigt haben?

Der Billigstromanbieter „Immergrün“ hat laut Handelsblatt offenbar in Teilen von Bremen und Hessen hunderten seiner Kunden die noch laufenden Stromverträge gekündigt. Warum? Und wie geht‘s weiter?

Stromanbieter:Immergrün
Gehört zu:Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH
Hauptsitz:Im Mediapark 8, 50670 Köln

„Immergrün“ dreht die Stromversorgung in Bremen ab – das ist „die nächste Eskalationsstufe“

Wie das Handelsblatt, dem die Kündigungsschreiben vorliegen sollen, am Freitag. 8. Oktober 2021, berichtet, soll die Kündigung der Verträge von „Immergrün“ damit begründet sein, dass die Strompreise sich massiv erhöht haben. Aktuell beträgt der Strompreis für eine Megawattstunde stolze 442,90 Euro (Stand: Donnerstag, 7. Oktober 2021). Anbieter wie „immergrün“ kaufen Strom meist kurzfristig ein, können die erhöhten Preise allerdings nicht an ihre Kunden weitergeben. Dies ist aus Verbraucherschutz-Gründen nicht möglich. Trotzdem ist nirgendwo der Strompreis so hoch wie in Deutschland.

Sehen hunderte „Immergrün“-Kunden in Bremen bald schwarz, wenn die Sonne untergegangen und es draußen dunkel ist? Der Stromanbieter hat offenbar seine Verträge gekündigt.

Dass „Immergrün“ – gehört zur Rheinischen Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mit Sitz in Köln und ist in Bremen unter „Meisterstrom“ bekannt – nun ganze Liefergebiete kündigt, ist „die nächste Eskalationsstufe“, sagt Holger Schneidewindt, Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dem „Handelsblatt“. Die Versorgung mit dem Strom von „Immergrün“ soll am 19. Oktober 2021 eingestellt werden, heißt es in dem Bericht.

„Immergrün“-Stromlieferung endet am 19. Oktober 2021 – darum muss in Bremen dennoch niemand Angst haben

Kundinnen und Kunden, die von der Kündigung betroffen sind, haben laut des „Handelsblatt“-Berichts nun elf Tage Zeit, in denen sie sich einen neuen Stromanbieter suchen können. Doch die Gefahr, am Ende ohne Strom dazustehen und im wahrsten Sinne des Wortes schwarz zu sehen, ist von vornherein gebannt.

Das ist die nächste Eskalationsstufe.

Holger Schneidewindt, Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Wer nicht rechtzeitig einen Vertrag bei einem neuen Anbieter hat, der wird automatisch über die Grundversorgung versorgt. Darauf hat in Deutschland jede Bürgerin und jeder Bürger ein gesetzlich garantiertes Recht. Allerdings müssen sich Verbraucher darauf einstellen, das 2022 der Strom teuer wie nie zuvor werden könnte. Es muss mit einer Welle an Strompreis-Erhöhungen gerechnet werden. * kreiszeitung..de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © imagebroker/imago

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