Neue Fahrgeschäfte auf der Bürgerweide

Immer mehr Loopings auf dem Bremer Freimarkt

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Die „Wilde Maus XXL“ wird auf der Bürgerweide zusammengeschraubt. Das Schienenfahrgeschäft zählt zu den vielen Attraktionen des 982. Bremer Freimarkts, der am Freitag beginnt und insgesamt 17 Tage dauert.

Bremen - Von Jörg Esser. Das „Infinity“ rollt heran – das „höchste transportable Looping-Geschäft“. Auch die Geisterbahn „Daemonium“ zählt zu den Neuheiten auf dem 982. Bremer Freimarkt, der am Freitag, 13. Oktober, beginnt und bis Sonntag, 29. Oktober, läuft. Und: Nach gefühlten Ewigkeiten eröffnet mal wieder der Bürgermeister das größte norddeutsche Volksfest.

Für den Freimarkt ist nicht mehr das im Innenressort angesiedelte Stadtamt, sondern die neugeschaffene Abteilung Marktangelegenheiten im Wirtschaftsressort zuständig. Und damit hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) seinen Job als Freimarktssenator verloren. Jetzt muss der Regierungschef ran – Carsten Sieling (SPD) schwingt am Freitag um 18  Uhr den Hammer im Bayernzelt, sticht das erste Bierfass an und eröffnet damit den Freimarkt. Der „Kleine Freimarkt“ auf dem Marktplatz wird um 16 Uhr eröffnet. Dann bekommt der Roland sein Freimarktsherz.

So weit, so nebensächlich. „Der Freimarkt verspricht wieder eine gute Mischung aus Bekanntem, Bewährtem und Neuem“, sagt Marita Wessel-Niepel, Abteilungsleiterin Marktangelegenheiten. So werden eine Achterbahn, zwei Autoscooter, eine Geisterbahn, 13 Karussells, drei Schienenbahnen, 19 Kinderkarussells, 128  Imbisse und vier Großzelte aufgebaut. Der Marktverwaltung sind laut Wessel-Niepel mehr als 1 100 Bewerbungen ins Haus geflattert – 327 Schausteller wurden zugelassen.

„Infinity“ feiert Premiere in Bremen

Neuheiten und Klassiker sollen für Spaß und Nervenkitzel sorgen. Und alle neuen Fahrgeschäfte warten mit Superlativen auf. Premiere in Bremen feiert das „Infinity“ – und das ist mit 62 Metern das höchste transportable Looping-Karussell der Welt. „24 Fahrgäste können in drei freischwingenden Gondeln und freihängenden Beinen eine 360-Grad-Rotation erleben und erreichen dabei eine maximale Geschwindigkeit von 125 Kilometern pro Stunde“, heißt es. Auch für Freunde des Grusels gibt es eine neue Anlaufstelle: Das „Daemonium“ gilt als größte deutsche Geisterbahn. Die Fahrt geht über vier Etagen und dauert drei Minuten. Drehende Gondeln und Spezialeffekte sollen für Spannung sorgen.

Wieder auf dem Freimarkt ist die „Teststrecke“ – eine Doppel-Looping-Achterbahn mit Steilkurve, Helix, 45 Grad Gefälle, 65 Grad Querneigung und „Tempo 80“. Mit dem „Predator“ kehrt ein Klassiker zurück und verspricht Überschläge und Drehungen, die in luftiger Höhe für Oreintierungslosikeit sorgen. Ebenfalls dabei sind das Schienenfahrgeschäft „Wilde Maus XXL“, eine riesige Wildwasserbahn, der „Vooder-Jumper“ und „Hangover“.

Freimarktsumzug zur Halbzeit

Die Fahrpreise sind laut Wessel-Niepel konstant – sie liegen für Kinder bei 2,50 bis fünf Euro, für Erwachsene bei 2,50 bis 6,50 Euro. Die Bierpreise seien hingegen leicht gestiegen – für die Maß (ein Liter) werden 7,50 bis zehn Euro fällig. Rudolf Robrahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, hofft auf einen „goldenen Oktober“: Das Wetter sei schließlich die wichtigste Rahmenbedingung für ein Volksfest.

Die Schausteller organisieren unter anderem eine „Ladies Night“ (Mittwoch, 18. Oktober, 18 Uhr), ein „Weihnachtsmann-Casting“ (Donnerstag, 19. Oktober, 16.30 Uhr im „Riverboat“), einen Oma-Opa-Enkeltag (Montag, 23. Oktober) und einen Mitternachtsgottesdienst mit Dom-Pastorin Ingrid Witte (Donnerstag, 26. Oktober).

Der Freimarktsumzug steht zur Halbzeit von „Bremens fünfter Jahreszeit“ auf dem Programm. Es ist ein Jubiläumszug, der 50. Und der schlängelt sich am Sonnabend, 21. Oktober, ab 10 Uhr auf einer 2,9 Kilometer langen Strecke durch die Neustadt und die Innenstadt zur Bürgerweide. Mit dabei sind 143 Gruppen mit rund 3.800   Teilnehmern.

Der Freimarkt auf der Bürgerweide öffnet täglich von 13 bis 23 Uhr, freitags und sonnabends bis 24 Uhr. Die Veranstalter erwarten etwa vier Millionen Besucher.

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