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Bremen: Imhoff will 2023 für die CDU das Rathaus erobern

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Von: Jörg Esser

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Frank Imhoff jubelt mit CDU-Parteifreunden.
„Alles ist möglich“: Frank Imhoff zieht als CDU-Spitzenkandidat in den Bürgerschaftswahlkampf 2023 und will das Bremer Rathaus erobern. © DPA/Bahlo

Frank Imhoff soll im Mai 2023 für die Bremer CDU das Rathaus erobern. Ein Parteitag kürte den 53-jähirgen Landwirt und Bürgerschaftspräsidenten zum Spitzenkandidaten.

Bremen – Die Bremer CDU hat den Bürgerschaftspräsidenten Frank Imhoff offiziell zu ihrem Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl am 14.  Mai 2023 gewählt. Der 53 Jahre alte, selbstständige Landwirt aus Strom erhielt am Sonnabend beim Landesparteitag in Bremen 100 Prozent der Stimmen. 183 Delegierte waren wahlberechtigt. Imhoff ist seit 1999 Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und seit Juli 2019 deren Präsident.

Der CDU-Politiker soll im kommenden Jahr erstmals seit Gründung des Bundeslandes Bremen das Rathaus für die CDU erobern. Bei der Landtagswahl 2019 war die CDU erstmals stärkste Kraft vor der SPD geworden. Die SPD hatte sich nur durch eine Koalition mit Grünen und Linkspartei an der Regierung halten können.

Aus Sicht Imhoffs ist nach Jahrzehnten der SPD-Dominanz die Zeit reif für einen Führungswechsel im Bremer Rathaus: „Demokratie lebt vom Wechsel. Anderen Bundesländern hat der Wechsel auch gutgetan, und wir als CDU kriegen das hin.“ Er ergänzte: „Das Rathaus braucht endlich wieder etwas Bodenständiges, das würde ihm ganz guttun.“

„Das Rathaus braucht etwas Bodenständiges“

Schwerpunkte will Imhoff in der Bildungspolitik („Unsere Kinder sind nicht dümmer als die Kinder in den anderen Bundesländern. Sie haben nur das Pech, Opfer einer schlechten Bildungspolitik zu sein.“) sowie in der Wirtschaftspolitik und beim Klimaschutz setzen („Wir müssen den ganz großen Maßnahmen jetzt die nötige Priorität einräumen. Die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude, die Wärmeversorgung und die Dekarbonisierung des Stahlwerks sind unsere wichtigsten Baustellen. In diesen Punkten sind wir noch viel grüner als die Grünen.“)

Die jüngsten Meinungsumfragen sehen die CDU mit 22 Prozent noch weit hinter der SPD (30 Prozent), aber vor den Grünen (21 Prozent). Auf die Frage, ob er sich gegen den Amtsinhaber von der SPD und Juristen Andreas Bovenschulte eine Chance ausrechne, antwortete der dreifache Familienvater: „Ich bin stolz darauf, Landwirt zu sein und etwas Ordentliches gelernt zu haben. Und ich bin bereit, mit meiner CDU im nächsten Jahr gemeinsam die Ernte einzufahren.“

Meyer-Heder bleibt CDU-Landeschef

CDU-Landeschef Carsten Meyer-Heder, Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl 2019, wurde am Sonnabend von den Delegierten im Amt bestätigt. Der Unternehmer erhielt 89,3 Prozent der Stimmen. Als seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter wurden Yvonne Averwerser, Jens Eckhoff, Thorsten Raschen und Ines Schwarz in ihren Ämtern bestätigt.

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