Raser gefasst und Tuner kontrolliert

30 PS-Monster startbereit: Polizei verhindert illegales Autorennen

Die Polizei in Bremen hat am Wochenende ein geplantes illegales Autorennen gestoppt. Rund 30 Fahrer hatten sich bereits vorbereitet, zwei Raser fasste die Polizei wenig später in der Innenstadt. Bei einer umfangreichen Kontrolle trafen die Beamten zahlreiche Tuning-Fahrer an.

Bremen - Nach Hinweisen auf ein möglicherweise bevorstehendes Autorennen auf der Autobahn 281 mit etwa 30 hochmotorisierten Limousinen und Sportwagen rückte die Polizei gegen 0.30 Uhr mit mehreren Einsatzwagen und Zivilstreifen aus. Noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte entfernte sich der Tross, die Autos fuhren laut Polizeiangaben in unterschiedlichen Richtungen davon. 

Im Zuge der Fahndung wurden zwei Fahrzeuge am Breitenweg gemeldet, die mit lauten Motorengeräuschen und augenscheinlich deutlich überhöhter Geschwindigkeit den Breitenweg und weiterführend die Oldenburger Straße (B6) in Richtung Delmenhorst befuhren. Die beiden Fahrzeuge konnten von Einsatzkräften verfolgt werden. 

Mehr als Tempo 160 auf dem Tacho

Später beobachteten die Polizisten ein klassisches Straßenrennen, das in Teilen auch videografiert wurde. Die Raser waren zwischenzeitlich mit Spitzengeschwindigkeiten von über 160 km/h bei erlaubten 60 km/h unterwegs. Kurz vor der Abfahrt Woltmershausen bremsten die nebeneinander fahrenden Autos erstmalig ab. 

Eines der beiden Fahrzeuge fuhr dann an der Abfahrt aus, das zweite Auto raste mit 100 Stundenkilometern weiter. Der Streifenwagen konnte den Audi S4 schließlich an der Abfahrt zur Autobahn 281 stellen. Der 23 Jahre alte Fahrer aus Bremen wurde laut Angaben der Polizei vorläufig festgenommen. Sein Führerschein und das Fahrzeug wurden sichergestellt.

Tuner-Szene in Stuhr-Brinkum kontrolliert

Etwas später wurden im Einkaufspark an der Bremer Straße in Stuhr-Brinkum rund 20 Fahrzeuge der sogenannten Tuner-Szene angetroffen. Die Polizei sperrte die Abfahrtswege aus dem Park und richtete eine Kontrollstelle ein. Die Einsatzkräfte stellten die Personalien sämtlicher Anwesenden fest.

Es wurden insgesamt 37 Personen und 23 Fahrzeuge kontrolliert. Technische Manipulationen oder strafrechtliche Verstöße konnten nicht festgestellt werden. Die Angetroffenen verhielten sich kooperativ, sie wurden nach einer Gefährderansprache vor Ort entlassen. Die Kontrolle erfolgte in Zusammenarbeit mit der Polizei Niedersachsen.

Die Polizei Bremen ermittelt nun im Fall des 23-Jährigen wegen Verdachts eines verbotenen Autorennens: Wer im Straßenverkehr ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet, durchführt oder daran teilnimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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