Friedrich-Ebert-Straße

Bürgerbeteiligung beginnt: Ihre Meinung ist gefragt!

Wie die Friedrich-Ebert-Straße in der Neustadt in Zukunft aussehen soll, wird gegenwärtig geplant.
+
Wie die Friedrich-Ebert-Straße in der Neustadt in Zukunft aussehen soll, wird gegenwärtig geplant.
  • Thomas Kuzaj
    vonThomas Kuzaj
    schließen

Bremen – Für Pendler ist die Friedrich-Ebert-Straße in der Neustadt eines der wichtigen Tore zur Bremer Innenstadt. Sie soll umgestaltet werden, so steht‘s im Verkehrsentwicklungsplan. Umgebaut wird die Straße „zugunsten des Umweltverbundes“, heißt es im Verkehrsressort.

Das bedeutet: mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und öffentlichen Nahverkehr. Gegenwärtig untersucht das Verkehrsplanungsbüro SHP Ingenieure (Hannover), wie die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Neuenlander Straße und Kleiner Weser in diesem Sinne neu gestaltet werden kann. Am Donnerstag, 9. Juli, beschäftigt sich der Beirat Neustadt mit dem Thema.

In die „Chancen-Mängel-Analyse“ und die Formulierung der Planungsziele sollen zudem Anregungen und Einschätzungen von Bürgern einfließen. Bis zum 31. Juli haben Interessierte die Möglichkeit, Beiträge und Meinungsäußerungen in eine Online-Karte einzutragen.

Wer sich drei Autospuren für jede Fahrtrichtung wünscht, wird hier nicht weit kommen, die grundlegende Richtung steht ja fest: Verkehrswende, weniger Autos. Aber Detailfragen der Planung können auch für Pendler, die über die Friedrich-Ebert-Straße nach Bremen kommen, interessant sein.

Bremen schaltet interaktive Karte

Die interaktive Karte ist unter www.bauumwelt.bremen.de/mobilitaet zu finden. Beispiel: Tempo 30 für die gesamte Strecke der Friedrich-Ebert-Straße – wollen Sie das? Autoverkehr durch Park-and-Ride-Angebote reduzieren – wären Sie dabei? Zweispurige Fahrbahn in jede Richtung, um Staus zu vermeiden – sehen Sie das auch so? All diese Fragen und etliche mehr lassen sich per Klick beantworten. Zudem ist es möglich, Anmerkungen auch direkt per E-Mail an das Planungsbüro zu schicken.

In einer Bestandsanalyse beschreibt SHP ein „insgesamt hohes Radverkehrsaufkommen“ an der Friedrich-Ebert-Straße. Erwähnt werden „zu schmale Radwege“ und „sanierungsbedürftige Oberflächen“. Auf schmalen Gehwegen komme es zudem zu „Nutzungskonflikten“. Radfahrer und Fußgänger kommen sich in die Quere, soll das heißen. Warteflächen an Haltestellen seien zu klein. Für den Autoverkehr biete die „Einfallstraße von Süden“ durchgängig vier Fahrstreifen, sprich: „großzügige Verkehrsflächen“ („überdimensionierter Fahrbahnquerschnitt“). Ziel müsse eine „funktionsgerechte Reduzierung des Fahrstreifenangebotes“ für den Kraftfahrzeugverkehr sein, so die Ingenieure aus Hannover.

Gegenwärtig aber läuft ja erst einmal die Bürgerbeteiligung über die Online-Karte. Ziel ist es, bis Herbst verschiedene Varianten für die Gestaltung der Friedlich-Ebert-Straße zu entwickeln. Dann sollen die Bürger erneut in den Planungsprozess einbezogen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hochsommerliche Hitze stellt sich ein

Hochsommerliche Hitze stellt sich ein

Tierische Begegnungen in Badeseen

Tierische Begegnungen in Badeseen

Vogelbeobachtung ist nicht nur etwas für Nerds

Vogelbeobachtung ist nicht nur etwas für Nerds

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Meistgelesene Artikel

Bremen: Mann verschanzt sich auf Dach

Bremen: Mann verschanzt sich auf Dach

Corona: Hype und Hoffnung

Corona: Hype und Hoffnung

Flugtaxi: Von Bremen bis nach Hamburg oder Hannover durch die Luft schweben

Flugtaxi: Von Bremen bis nach Hamburg oder Hannover durch die Luft schweben

Nach Kollision auf der Weser: Passanten entdecken leblosen Körper - es ist der Vermisste

Nach Kollision auf der Weser: Passanten entdecken leblosen Körper - es ist der Vermisste

Kommentare