Polizei ermittelt gegen Nordafrikaner

Ein 18-Jähriger mit vielen Identitäten in Bremen aufgelesen

Bremen - Wegen Verdachts auf Leistungsmissbrauch und Falschbeurkundung ermittelt die Bremer Bundespolizei gegen einen 18-jährigen Nordafrikaner. So kamen ihm die Ermittler auf die Spur:

Kürzlich hatten Zivilfahnder einen 25-jährigen Deutschen beim illegalen Tablettenverkauf im Bremer Hauptbahnhof im Visier. Kunde war ein angeblich 18-jähriger Tunesier, dem er sieben Tabletten Rivotril verkaufen wollte; dieses verschreibungspflichtige Medikament wurde beschlagnahmt, der Deutsche zur Anzeige gebracht und der Tunesier als Zeuge vernommen.

Nachdem beide Männer die Wache verlassen hatten, gaben drei unbeteiligte Syrer den Rucksack des "Tunesiers" als Fundsache ab. Den Rucksack hatte er noch vor der Kontrolle unbemerkt abgestellt, ohne ihn dann mit zur Wache zu nehmen. Darin fanden die Beamten seine zweite Aufenthaltsbescheinigung mit dem gleichen Lichtbild - ausgestellt auf einen staatenlosen Mann anderen Namens - versorgungsberechtigt in Braunschweig.

Offensichtlich hatte der 18-Jährige seit rund einem Jahr Versorgungsleistungen von mindestens zwei Behörden bezogen: Indizien lassen jedoch darauf schließen, dass er weder Tunesier noch Staatenloser ist, sondern seit Anfang 2015 als algerischer Asylbewerber in Osterholz-Scharmbeck Versorgungsleistungen bezieht. Eine weitere Spur ergab seine Anmeldung in Spanien. Welche Nationalität er tatsächlich besitzt, ist unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © dpa

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