Ideen für den Wohlfühlfaktor

Messe-Triple „Hansebau“, „Altbautage“ und „Immobilientage“ auf der Bürgerweide

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Schauen, fragen, beraten lassen: Schon zum Auftakt am Freitag waren die Messehallen 5, 6 und 7 auf der Bürgerweide gut besucht. 

Bremen - Von Ralf Sussek. Es wurden schon Bücher darüber geschrieben, und auch ein geflügeltes Wort besagt: „Zu Hause ist es doch am schönsten“. Mit anderen Worten: Die eigenen vier Wände stehen für viele Menschen ganz oben auf der Liste der Wohlfühlorte.

Die „Hansebau“ soll dabei helfen, dass der Wohlfühlfaktor bleibt. Ob Informationen zum Hausbau, Ideen fürs neue Bad oder Bodenbeläge fürs Eigenheim – seit Freitag bietet die Baufachmesse alles zu den Themen Bauen, Sanieren, Ausbauen und Dekorieren. Inklusive der von der Klimaschutzagentur Energiekonsens veranstaltete „Bremer Altbautage“ sind 400 Aussteller in den drei Messehallen 5 bis 7 vor Ort. Mit von der Partie sind zum zweiten Mal die „Immobilientage“ der Sparkasse Bremen.

Gemütlich: Saunafass für den Garten. Preis: Gut 2 000 Euro. 

Der erfolgreiche Ansatz: Keinen Aspekt zu vernachlässigen. So stellen Baufirmen ihre Arbeit vor; vom Ytong-Bausatzhaus über die Holzrahmenbauweise bis hin zum klassischen Massivhaus. Eine Gemeinde aus dem Umland bietet günstige Baugrundstücke, mehrere Geldinstitute werben mit Finanzierungen. Gartengestaltung, Heizungstechnik – womit kann man noch dienen? Fenster, Bodenbeläge, Treppenbau, Traumbäder, Saunen für drinnen und draußen, klassisch und Infrarot, die Anwendung von Naturbaustoffen (Holz, Lehm, Kalk). Und Kaminöfen.

Beim Neubau kein Problem, wer in seinem Altbau jedoch einen vor Baujahr 1985 besitzt, der muss ihn stilllegen oder wegen des hohen Feinstaub- und Kohlenmonoxidausstoßs handeln, also nachrüsten. Nun, handeln wollen auch auf den „Altbautagen“ die meisten, nicht unbedingt über den Preis, sondern für den Werterhalt und eine bessere Energieeffizienz. Gleich am Eingang der Halle 7 wird an einem Reihenhaus im Bremer Westen vorgerechnet, was man tun kann, was es spart – und was es kostet. Sogar eine automatisierte Lüftungsanlage kann nachgerüstet werden. Gesamtkostenrahmen für Dämmung, neue Heizung, neue Fenster, und, und, und: mehr als 100 000 Euro. Da dauert es denn auch 30 Jahre, bis sich das amortisiert.

Am geräumigen Tesla-Stand erklärt eine Mitarbeiterin die von den Kunden verdeckte „Powerwall“. 

Hier noch nicht eingeplant, weil ganz neu auf dem Markt: Das Stromspeichersystem („Powerwall“) des Elektroauto-Pioniers Tesla. So ergeben auch Elektroautos Sinn: Der Strom aus den Solarzellen wird gespeichert. Und kann von dort die Familienkutsche umweltfreundlich mit Strom betanken. So futuristisch die Technologie, so puristisch der Messestand: Eine große Grafik zur Visualisierung, das Tesla-Logo und eine 1,50 Meter mal einen Meter kleine „Powerwall“ an der Wand.

„Alle Gewerke sind hier mit einer großen Auswahl vertreten“, sagt „Hansebau“-Projektleiter Sven Rapke. Aber die Besucher können auch selbst Hand anlegen: In Workshops gestalten sie ihre alten mitgebrachten Möbel neu oder lernen den Tadelakt, einen antiken marokkanischen Kalkputz. 130 Vorträge und Vorführungen runden die Messe ab.

www.hansebau-bremen.de

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