1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bremen

Bremen baut Bahn-Drehkreuz mit Polizeirevier

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jörg Esser

Kommentare

Blick auf die Straßenbahnbaustelle in Gröpelingen.
Geschwungene Formen statt langweiliger Kästen: Auch die zukünftigen Haltestellenhäuschen werten das Drehkreuz-Areal in Gröpelingen „städtebaulich auf“, meint Verkehrssenatorin Maike Schaefer. © Esser

Die Bremer Straßenbahn AG baut in Gröpelingen eine neue Umsteigeanlage, einen Betriebshof mit Werkstatt und ein Polizeirevier. Kosten: 22 Millionen Euro.

Bremen – Seit rund zwei Jahren laufen die Arbeiten auf der Baustelle an der Straßenbahn-Endstation in Gröpelingen. Die komplette Neugestaltung des Betriebshofes ist derzeit eines der größten Bauvorhaben der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Am Mittwoch hat das Projekt mit einer symbolischen Grundsteinlegung noch einmal zusätzlich Fahrt aufgenommen. Für einen rund anderthalbjährigen Endspurt.

Bis Sommer 2023 soll auf rund 34 000 Quadratmetern im Bremer Westen ein modernes und zukunftsweisendes Drehkreuz für den Nahverkehr gebaut werden. Entstehen sollen eine moderne Umsteigeanlage mit kurzen Wegen, ein neuer BSAG-Betriebshof mit Werkstatt und Abstellanlage für Straßenbahnen sowie ein Gebäude für das Polizeikommissariat West. Veranschlagt werden für das Projekt derzeit Kosten von 22 Millionen Euro. Die neue Umsteigeanlage soll laut Plan am Pfingstmontag (6. Juni) in Betrieb gehen. Im nächsten Jahr sollen dann Betriebshof, Werkstatt und das Polizeigebäude fertiggestellt sein, heißt es.

Am Mittwoch jedenfalls mauerten unter anderem Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), BSAG-Vorstandssprecher Hajo Müller und Polizeipräsident Dirk Fasse eine Zeitkapsel mit Zeitungen, Geldstücken und Bauplänen in den Grundstein. Für Schaefer ist auch dieses Projekt „ein Meilenstein für die Mobilitätswende“ sowie „ein gutes Signal und Symbol“. Zudem werte das neue Drehkreuz das Gröpelinger Areal „städtebaulich bedeutend auf“.

„Meilenstein für die Mobilitätswende“

Mäurer sagte, mit dem neuen Standort werde die Polizeireform weiter umgesetzt. In dem viergeschossigen und rund 3 500 Quadratmeter großen Kommissariat sollen 150 Polizisten arbeiten. „Das bedeutet ein schnelleres, verlässlicheres und zugleich überlegeneres Auftreten bei Einsätzen“, so der Innensenator. Polizeipräsident Fasse ergänzte, das neue Revier sei „eine Ideallösung für den Bremer Westen“.

Blick auf die Gleisbaustelle am Depot in Gröpelingen.
1 500 Meter Gleise und 14 Weichen werden auf der neuen Umsteigeanlage des zukünftigen Betriebshofs der Straßenbahn in Gröpelingen verbaut, die Pfingstmontag in Betrieb gehen soll. © Esser

Das neue Drehkreuz sei auch für die BSAG von „enormer Bedeutung“, betonte Hajo Müller. Die Gröpelinger Anlage werde von vier Straßenbahn- und acht Buslinien sowie je zwei Nacht- und Regionalbuslinien angesteuert. Vor Beginn der Pandemie stiegen hier laut Müller täglich 24 000 Fahrgäste ein, aus und um. Das modernisierte Drehkreuz biete eine Option zur Straßenbahnverlängerung in Richtung Bremer Norden, ergänzte Gunnar Polzin, kommissarischer Leiter des Amts für Straßen und Verkehr (ASV).

Abstellplatz für 32 Straßenbahnen

Auf dem neuen Betriebshof sind laut BSAG 3 300 Meter Gleise und 22 Weichen verbaut worden. In der eingeschossigen Werkstatthalle sind zukünftig sieben Arbeitsstände vorgesehen. Und die Abstellanlage bekommt neun Stränge, auf denen Platz für 32 Straßenbahnen ist. Die reine Haltestellenanlage beträgt den Angaben zufolge 1 800 Quadratmeter, die gesamte Umsteigeanlage inklusive Warteschleife hat eine Bruttogesamtfläche von 11 520 Quadratmetern, in der 1 500 Meter Gleise und 14 Weichen verbaut sind.

Der neugestaltete Straßenzug erhält je 800 Meter Rad- und Gehwege. 300 Fahrradstellplätze werden geschaffen. Hinzu kommen 25 Auto-Stellplätze sowie zwei Kurzzeit-, drei Taxi-, zwei Car-Sharing- und ein Behindertenstellplatz.

Auch interessant

Kommentare