„Ich will erinnern, was mir gefällt“

Ausstellung über Kunstliebhaber Volker Schmidt in Bremen

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Kunstliebhaber Volker Schmidt präsentiert seine Sammlung derzeit in der Galerie im Park. Hier zeigt er ein Werk des „Übermalers“ Arnulf Rainer.

Bremen - Von Jörg Esser. Er bezeichnet sich als Kunstliebhaber aus Leidenschaft. Sammler möchte Volker Schmidt nicht genannt werden. Sammeln beinhalte Spekulation mit Kunst. Und das ist ein „No-Go“ für den Bremer.

Schmidt beschäftigt sich seit Jahren mit vielen Facetten internationaler zeitgenössischer Kunst. „Ob Programmheft, Kunstplakat, Schallplatte, Grafik, Malerei, Fotografie, Zeichnung oder Installation – was ihn begeistert, will er haben“, heißt es in der Bremer Kunstszene.

Schmidt lebt, umgeben von Kunst, in einem kleinen Bremer Haus. Er hat eine Sammlung aufgebaut, die Kenner profan als „bemerkenswert“ bezeichnen. Derzeit präsentiert er seine Schätze erstmals in der Öffentlichkeit, in einer umfangreichen Ausstellung in der Galerie im Park auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Ost (Züricher Straße), die bis zum 1. April 2018 zu sehen ist. Kurator Achim Tischer sagt: „Eine solch hochkarätige Sammlung, die eine tiefe persönliche Auseinandersetzung mit dem Künstler und seinem Werk verdeutlicht, ist eine Seltenheit.“

Film über Schmidt läuft in der Ausstellung

Die Schau mit dem Titel „Ich will erinnern, was mir gefällt“ zeigt Werke des „Übermalers“ Arnulf Rainer und der Body-Art von Annegret Soltau, von Fluxuskünstlern wie Joseph Beuys und Takako Saito, von Fotografinnen wie Leni Riefenstahl und Herlinde Koelbl, von Bernard Schultze, dem „Meister des Abstrakten“, und von der Konzeptkünstlerin Hanne Darboven. Über Schmidt selbst erzählt der Film „Der Ansammler“ der Bremer Künstlerin Marikke Heinz-Hoek, der in der Ausstellung läuft. „Bewusst ist diese Ausstellung über den leidenschaftlichen Kunstliebhaber der letzte Höhepunkt der Jahresreihe ,Leidenschaft‘ der Kulturambulanz“, sagt Sprecherin Stefanie Beckröge.

Mit der Ausstellung startet die Galerie außerdem die neue Reihe „Wege in die Kunst“. Hierbei geht es laut Beckröge um Kunstvermittlung jenseits von Fachjargon und Profiwissen, kurzweilig und stressfrei vermittelt vom langjährigen Kulturchef unserer Zeitung, Rainer Beßling. Die ersten „Wege in die Kunst“ mit dem Titel „Körper. Kunst. Leben“ zur Sammlung von Volker Schmidt gibt es am Sonntag, 17. Dezember, um 15 Uhr.

Die Galerie im Park hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro.

www.kulturambulanz.de

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