„Besucher-Sonntag“ zieht viele Menschen ins Tierheim / Neuigkeiten von den beschlagnahmten Tieren

Husky-Mischling sucht ein Zuhause

Tierheimbesucher Ralf hat zu Husky-Mischling „Aslak“ eine innige Beziehung aufgebaut. ·
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Tierheimbesucher Ralf hat zu Husky-Mischling „Aslak“ eine innige Beziehung aufgebaut. ·

Bremen - Lautes Hundegebell erfüllt gestern den Hof des Bremer Tierheims, als viele Menschen am „Besucher-Sonntag“ vorbeischauen, über das Gelände streifen und die rund 600 Tiere betrachten. „Wir hoffen, dass wir für einige unserer Schützlinge heute ein schönes, neues Zuhause finden“, sagt Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins.

Gerade in der Ferienzeit herrscht im Tierheim Hochbetrieb. Denn dann muss das Heim erfahrungsgemäß viele Urlaubsopfer aufnehmen. Das sind Tiere, die einfach ausgesetzt oder abgegeben werden, weil sich die Besitzer nicht früh genug Gedanken gemacht haben, wie und wo sie ihr Tier unterbringen können.

Der Husky-Mischling „Aslak“ ist schon besonders lange im Tierheim untergebracht. Der dreijährige Rüde wurde vor knapp zwei Jahren von der Polizei gebracht – normalerweise liegt der Aufenthalt eines Hundes, bis er vermittelt wird, im Durchschnitt bei 90 Tagen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn ,Aslak‘ endlich ein geeignetes, neues Zuhause finden würde“, betont Apel. Das hübsche Tier mit einem blauen und einem braunen Auge ist jedoch dafür bekannt, dass es ein dominantes Verhalten hat, daher ist es schwer vermittelbar. „Zumindest Familien mit Kindern würden sich nicht dafür eignen, den Hund aufzunehmen“, erklärt die Leiterin des Tierheims, Brigitte Münch. Besucher Ralf aus Bremen schaut bei „Aslak“ regelmäßig vorbei. „Der Hund ist mein Liebling hier“, erklärt er, während er dem Husky-Mischling sein Spielzeug, einen gelben Stern, durchs Gitter hält. Ralf und „Aslak“ haben bereits eine innige Beziehung zueinander aufgebaut, das ist nicht zu übersehen. „Wenn ich könnte, würde ich den Hund sofort bei mir aufnehmen“, erklärt Ralf. „Aber aufgrund meines Berufs wäre der Hund dann neun Stunden allein zu Hause, und das möchte ich dem Tier nicht antun.“

Ein paar Neuigkeiten gibt es von den rund 100 Tieren, die im Mai auf einer Parzelle beschlagnahmt wurden, nachdem sie dort von ihrem Besitzer unter katastrophalen Umständen gehalten worden waren. „Die acht Frettchen waren alle trächtig, jetzt haben wir 44 und müssen extra ein neues Haus für die Tiere bauen“, erklärt Apel. Uhu, Bussard und Waschbär, die alle in viel zu kleinen Beschlägen gehalten wurden, sind jetzt im Tierschutzzentrum Weidefeld (Schleswig-Holstein) untergebracht. · sg

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