Leberkäse und Lederhosen: 900 Besucher feiern Bremer „Alpenfest“ / Mini-Luftschiff mit Mond

Hüttenzauber im hohen Norden

Mit Bremer Bier beim „Alpenfest“ – von links gesehen: Veranstalter Dirk Herrmann, Anja Dellert (Geschäftsstelle Alpenverein) und Katrin Ruppel (stellvertretende Geschäftsführerin der Sektion Hamburg und Niederelbe des Alpenvereins).

Bremen - Von Elena Zelle· Blau-weiße Dekorationen, Jodelklänge, Dirndl, Lederhosen und Co. in Bremen – wat schall datt denn, wird sich manch ein Nordlicht fragen. Aber genau das war am Sonnabend in Halle 4.1 des Messezentrums auf der Bürgerweide zu erleben.

Ganz nach bayrischer Gepflogenheit kamen dort beim „Alpenfest“ Leberkäse, Haxen, Brezn und – natürlich – Maßbier auf den Tisch. Blau-weiße Banner und Alpenpanoramawände schmückten den Saal. Das Tanzparkett war voll, und es schunkelten vor allem ältere Ehepaare zu alpenländischer Volksmusik von den „Lasterbacher Musikanten“. Das weckte bei jüngeren Gästen den Wunsch nach etwas modernerer Musik. „Es wäre klasse, wenn es einen zweiten Raum mit einer Disco gäbe“, fanden etwa Danni und Karen.

Veranstalter Dirk Herrmann hatte da eine andere Philosophie: „So feiern wir alle gemeinsam“, freute er sich und versprach: „Später kommt aber auch noch Musik aus den Top 40.“ Die beiden Bremerinnen waren sichtlich erleichtert. Schließlich hatten sie sich eigens für das „Alpenfest“ ein Dirndl aus dem Internet bestellt – und sich bei der Anprobe ihrer „Verkleidung“ dann „totgelacht“. Die Idee, das „Alpenfest“ zu besuchen, kam von den Eltern – die sind nämlich schon seit Jahren dabei. „Früher war das ‚Alpenfest‘ eine Art Kontaktbörse, da musste man ab einem gewissen Alter dann mit den Eltern hin“, erinnert sich Hans Scheele, Karens Vater.

Eltern haben wohl doch immer recht, denn Hans Scheele glaubt: „Wer einmal dabei ist, ist immer dabei.“ Und Karen und Danni gefällt das bayrische Spektakel dann richtig gut: „Die Leute hier sind total nett. Nächstes Jahr könnten wir mal mit mehreren Leuten kommen.“ Auch Maßbier kommt gut an, einzig Hochprozentiges aus dem Süden verschmähen die Bremerinnen: „Dieser Gebirgsenzian schmeckt furchtbar.“

Erstmals seit 2003 wurde das „Alpenfest“ wieder gefeiert. Einst war es in der Glocke, danach in der Stadthalle. Die Neuauflage – das nunmehr 70. Bremer „Alpenfest“ – besuchten etwa 900 Gäste. Früher waren es bis zu 2 300. Eine Sache darf allerdings nicht fehlen, egal, wo die Fete steigt – der Mond. Traditionell „fliegt“ er beim „Alpenfest“ durch den Raum. Früher wurde ein Mond aus Pappmaschee an Seilen gezogen. In diesem Jahr hatte sich Veranstalter Dirk Herrmann etwas Besonderes ausgedacht – ein Luftschiff. Hergestellt wurde das kugelförmige, beleuchtete Flugobjekt vom angehenden Luft- und Raumfahrttechniker Kai Wittneben. „Sonst präsentiere ich ein anderes Luftschiff auf Messen, heute lasse ich den ferngesteuerten Mond durch den Saal schweben“, erklärte er. Und weil Tradition bei den hanseatischen Alpinisten besonders groß geschrieben wird, besangen alle gemeinsam das neue Luftschiff mit dem alten Lied „Der Mond ist aufgegangen“.

WWW.

bremer-alpenfest.de

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