Howard Carpendale signiert Bücher / Sicherheitsleute und Erinnerungen

„Kein Foto von der Seite“

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Howard Carpendale signiert bei Thalia in der Bremer Innenstadt seine Autobiographie „Das ist meine Zeit – Aus dem Leben“. Fans des Sängers standen gestern Schlange, um ein Autogramm von ihm zu bekommen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eine Viertelstunde vor Beginn reicht die Warteschlange schon einmal durchs Obergeschoss. Und es sind nicht allein Frauen, es sind Frauen und Männer, jüngere wie ältere, die da stehen. Sie alle wollen zu ihm, zu Howard Carpendale.

Der stellte gestern in der Thalia-Buchhandlung an der Obernstraße seine Autobiographie „Das ist meine Zeit – Aus dem Leben“ vor, die er in Zusammenarbeit mit Stefan Alberti geschrieben hat. Das heißt, er musste sie gar nicht groß vorstellen, die meisten Wartenden hatten sie sich bereits gekauft. Und wollten nun ein Autogramm, eine Widmung. Von ihm, von Howard Carpendale.

„Ich höre seine Musik seit Jahrzehnten und hab‘ mir gedacht, jetzt hole ich mir auch mal ein Autogramm von ihm“, sagt eine Frau. Und nennt ihn, ja, tatsächlich „Howie“. Andere nehmen etwas abseits des sich bereits abzeichnenden Trubels Platz – in dem Café, das ebenfalls zu der Buchhandlung gehört. Von dort aus lässt sich alles aus gewisser Distanz betrachten.

Applaus und Jubel, als Carpendale, lässig in Sakko und mit Schal, pünktlich an dem kleinen Tisch Platz nimmt, der an der Spitze der Warteschlange aufgebaut ist. Mineralwasser aus Bruchhausen-Vilsen steht auch schon bereit. Dann kann‘s ja losgehen. Vielleicht noch ein nettes Wort über Bremen für die (ebenfalls) wartenden Medienvertreter? Nein, das doch nicht.

„Keine Selfies“, heißt es plötzlich auch. Und: „Kein Foto von der Seite.“ Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes stehen parat. Sie behindern auch Medienvertreter, die sich für den Termin angemeldet haben, bei der Arbeit. Es kommt zu Streitgesprächen.

Carpendale signiert derweil Buch für Buch. Und ihm werden viele Bücher zur Unterschrift vorgelegt. Im Januar hat der Sänger – 1946 in Durban, Südafrika, geboren – seinen 70. Geburtstag gefeiert. In seinem Buch spricht er über Stationen seines Lebens, über das Showgeschäft, über, wie es heißt, die „Werte des Lebens“.

Über eine Station in Carpendales Leben kann auch Matthias Höllings, eigentlich „Beatles“-Liebhaber und im Hauptberuf Sprecher der ÖVB-Arena (Stadthalle), etwas sagen: Ende der 60er Jahre, als Carpendale gerade aus Südafrika nach Deutschland gekommen war, da hatte er eines seiner ersten Engagements bei Meta Rogall in Norddeich. Sie beschaffte dem Sänger damals die nötige Aufenthaltserlaubnis und ließ ihn in ihrer Disco auftreten. Höllings wiederum stammt aus der Gegend: „Ich habe meine ganze Jugend in dem Laden zugebracht.“

Nun habe er ein bisschen „in alten Sachen gekramt“ und für Carpendale ein Foto von Meta Rogall (1935 bis 1994) mitgebracht. „Carpendale hat vier Wochen da gewohnt“, so Höllings. Und so wird Carpendale, der bei Thalia seine Lebensgeschichte signiert, tatsächlich auch mit einer Geschichte aus seinem Leben konfrontiert. Was soll man da sagen? Ach, sagen wir einfach: „Hello again...“

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