„Holiday“-Show „Believe“ erzählt mit 34 Eisläufern von Ober- und Unterwelt

Rasante Liebesgeschichte

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„Clarissa“ und „Antonio“ finden auf dem Eis zueinander und schweben anschließend an roten Bändern – irgendwie im siebten Himmel.

Bremen - Von Jörg Esser. Farbenprächtige Kostüme, rasante Eismanöver, Live-Musik und eine Liebesgeschichte – „Holiday on Ice“ serviert in „Believe“ die klassischen Zutaten für eine zweistündige Show. Dem Publikum hat‘s gefallen – nach der Bremer Premiere in der Stadthalle (ÖVB-Arena) gibt es jede Menge Applaus.

Los geht’s. Sylvie Meis erscheint auf der Leinwand, ihre Stimme gibt aus dem Off eine Einleitung in die Show. Eine Liebesgeschichte soll erzählt werden. Von „Clarissa“ (Robin Johnstone) aus der Oberwelt und „Antonio“ (Andrew Buchanan) aus der Unterwelt. Dort beginnt das Spiel. In einer Grube. Muskelbepackte Männer – „Antonio“ zählt dazu – schwingen Hämmer, hantieren mit Hacken, Schweißgeräten und Ambossen. Das alles natürlich auf Schlittschuhen. Ist ja eine „Holiday-on-Ice“-Show. Die Arbeiter drehen Pirouetten, springen Axel. Und Rittberger. Und Salti. Die Show nimmt Fahrt auf. 34 Eiskunstläufer sind im Einsatz. Sie tragen insgesamt 300 Kostüme.

Szenenwechsel in die Oberwelt. Hier wird gefeiert, getanzt. Oberflächliche Spaßkultur. „Clarissa“ fühlt sich dort offensichtlich unwohl. Hebefiguren aus der Paarlaufschule. Und neben der Eisfläche erklingt Live-Musik. Das Gesangsduo

„Nica & Joe“ sorgt für die romantische Untermalung, bringt Melancholie ins temporeiche Spektakel. Oberwelt und Unterwelt treffen aufeinander. „Antonio“ und „Clarissa“ auch. Es macht Zoom. Es funkelt auf dem Eis. Feuerschein. Pause.

„Das erinnert mich an ,Metropolis‘“, sagt eine junge Zuschauerin. Nicht nur sie. Auch eine Mitschülerin aus dem Deutsch-Leistungskurs denkt spontan an Fritz Langs Stummfilm von 1927. Auch da geht es ja um eine futuristische Großstadt mit ausgeprägter Zweiklassengesellschaft.

Oberwelt trifft Unterwelt. Die Ordnung ist bedroht. „Clarissa“ landet im eisigen Abseits. Ja. Und jetzt? Jetzt fasst sich „Antonio“ ein Herz und kämpft in der Oberwelt um die Auserwählte. Ein bisschen Romeo und Julia eben. Mit Rittbergern, Pirouetten und Salti. Artistik und Akrobatik auf der Eisfläche. Es kommt, wie es kommen muss – die Liebe triumphiert. Sylvie erscheint als Engel auf der Leinwand. Auf dem Eis glitzert es. Feuerfontänen. Die Welten vereinigen sich. Ein Happyend an roten Tüchern. Die Liebenden schweben über dem Eis.

Und ebendort formiert sich das „Holiday“-typische Schlussbild – mit ganz vielen Kufencracks auf dem Eis. „Nica & Joe“ singen. Das Publikum klatscht. Es hat sich schließlich so ein schönes Ende gewünscht.

Die Eisshow „Believe“ ist heute, Sonnabend, dreimal in der ÖVB-Arena auf der Bürgerweide zu sehen – um 13, 16.30 und 20 Uhr. Morgen, Sonntag, folgen zwei weitere Vorstellungen – um 13 und 16.30Uhr.

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