Spektakel auf der Weser: „Thundercat“-Rennen vor der „Waterfront“

Hohes Tempo, starke Kräfte

Das Wasser spritzt hoch und schäumt auf, wenn die „Thundercat“-Boote rasant über die Weser fahren. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Ihr Tempo ist atemberaubend. Während die „Thundercat“-Katamarane vor der „Waterfront“ in Gröpelingen durch das Weserwasser sausen, heben sich ihre beiden Bugspitzen. Das Wasser spritzt auf. Bis zu 160 Kilometer pro Stunde erreichen die Boote. In den Kurven wirken extreme Kräfte auf die beiden Fahrer.

Doch während der Aufwärmphase geben die Teams noch nicht alles. Um nicht über Bord zu gehen, halten sie sich an Tauen fest, die auf den Boten gespannt sind. „Man muss sich ordentlich festhalten, aber nicht so fest, dass die Arme einen Krampf kriegen“, sagt Andreas Bullkowski. Er tritt wieder an beim „Thundercat“-Rennen, das die „German Inflatable Powerboat Association“ organisiert hat.

Er ist der Titelverteidiger, der bei der Vorgängerveranstaltung sieben von acht Rennen gewonnen hat. Am Sonnabend und Sonntag standen wieder acht Rennen auf dem Programm.

Bullkowski fährt in der Altersgruppe der Über-50-Jährigen – genauso wie auch Stef Scheepers. Wie alle Teilnehmer hat dieser seinen Bordmotor getunt, so dass der es jetzt auf 75 bis 80 PS bringt. Bei der Weltmeisterschaft in Kapstadt erreichte er unter 56 Startern den zehnten Rang. „Dort gab es Wellen mit einer Höhe von 2,50 Metern. Da sind keine 100 Stundenkilometer möglich. Man muss nach jeder Welle das Boot wieder runterkriegen, sonst kann sich das Boot überschlagen“, sagt Scheepers. „Die Weser ist sehr angenehm. Die Wasseroberfläche ist platt.“

Da gucken die Passagiere an Bord der „Gräfin Emma“ – ein „Thundercat“-Boot saust vorbei. - Foto: Kowalewski

Ein Kran hievt ein Boot nach dem anderen ins Wasser. Dabei ist bereits ein Mann an Bord. Im Wasser angekommen, fährt er an die mehrere Meter hohe Spundwand, an der sein Kollege schon eine Leiter heruntergeklettert ist und dann ins Boot steigt. Der zweite Mann ist wichtig. Er steuert das Boot durch Verlagerungen seines Gewichts. Ein kleiner Fehler reicht – und die Boote fliegen aus der Spur.

Der Rundkurs führt über 1 200 Meter. Sieben Boote versammeln sich zunächst hinter der Startlinie vor der grünen Werftinsel gegenüber der „Waterfront“-Promenade. Derweil legt noch einmal die Weserfähre „Pusdorp“ am Fähranleger an – und auch das Passagierschiff „Gräfin Emma“ fährt dicht an dem Rundkurs vorbei.

Die Spannung steigt. Ein Boot geht neben dem Starterfeld in Position. An Bord liegt die grüne Startfahne bereit. Als die „Pusdorp“ und die „Gräfin Emma“ endgültig aus dem Weg sind, saust die Fahne herab. Einige Boote haben Startschwierigkeiten, weshalb das Feld sich gleich zu Beginn auseinanderzieht.

Thundercat-Rennen in Bremen

Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
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Ein rasantes Rennen im Weser-Wasser: Bis zu 110 Stundenkilometer erreichen Thundercat-Bote. In den Kurven wirken bis zu 4 G auf die beiden Fahrer, die sich mit den Händen an Seilen auf dem Boot festhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
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In den Kurven wird es oft eng, wenn die „Thundercats“ teilweise in sehr knappem Abstand um die Markierungsbojen sausen. Jetzt geben die Fahrerteams alles. Auf den langen Geraden spritzt hinter den Motoren das Wasser hoch und schäumt auf. Statt sechs werden sogar sieben Runden gefahren. „Die Phase für das Aufwärmen war etwas kurz, deshalb haben wir eine Runde rangehängt“, sagt der Organisator des Rennens, Sezgin Isbilir. Der Sieg geht an die amtierenden Europameister Hagen Jerzynski und Hendrik Rieger.

Hendrik Rieger ist gerade 18 Jahre alt. Er betreibt diesen Sport seit drei Jahren. Rennen fährt er erst seit zwei Jahren, denn dafür muss man 16 sein. Eine steile Karriere, die so wohl nicht in vielen Sportarten möglich gewesen wäre. Viele Trainingsmöglichkeiten hat der Berliner nicht. „Ich fahre oft nach Harburg, um auf der Elbe zu trainieren. In dieser Saison habe ich erst dreimal trainiert“, sagt Rieger.

Gut 100 Besucher stehen an der Promenade und verfolgen das Rennen. Darunter ist auch Ingo Bach, der selber Motorradfahrer ist und zu gerne mal auf einem „Thundercat“-Katamaran mitfahren würde. „Die Geschwindigkeit gefällt mir. Ich gucke mir diese Veranstaltung schon seit mehreren Jahren an“, sagt er.

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