Bremer Event-Agentur will Veranstaltung übernehmen

Hoffnung für Paddelwettstreit „Badeinsel-Regatta“

Lars Heiser von „Lite Life“ will mit seiner Agentur versuchen, die „Badeinsel-Regatta“ für 2018 zu retten. - Foto: dpa

Bremen - Von Viviane Reineking. Nachdem die Bierbrauer von Anheuser-Busch Inbev sich entschieden haben, die „Haake-Beck Badeinsel-Regatta“ ab diesem Jahr nicht mehr zu veranstalten, scheint es nun doch noch Hoffnung für den Paddelwettstreit auf den roten Gummiinseln zu geben. Im vergangenen Jahr waren laut Veranstalter mehr als 70.000 Zuschauer zu dem Großereignis gepilgert.

Normalerweise übernimmt Lars Heiser mit seiner Firma im Auftrag von Kunden die Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Gemeinsam mit Tobias Meisner ist Heiser Geschäftsführer der Bremer Event-Agentur „Lite Life“. Fußballfans mag die Agentur etwa als Veranstalter vom Public Viewing in der Überseestadt zur Weltmeisterschaft in Brasilien ein Begriff sein. Das Team von Heiser und Meisner hat aber auch 17 Jahre lang – also von Beginn an – im Auftrag von AB-Inbev die „Badeinsel-Regatta“ geplant und durchgeführt, hat sich um Technik, Künstler und Sicherheitskonzept gekümmert und die Bewerbungen der Teilnehmer organisiert.

Nun wollen die Agentur-Chefs versuchen, das Spektakel auf und an der Weser in Eigenregie auf die Beine zu stellen. „Wenn wir von etwas überzeugt sind, machen wir auch mal Veranstaltungen auf eigenes Risiko“, so Heiser. Wie etwa das Public Viewing. Nun also wollen die Bremer versuchen, die Regatta „zu retten“. „Bremen sieht sich als Stadt am Fluss, aber so richtig passiert da nichts“, sagt Heiser. Und überhaupt gebe es in der Stadt immer weniger „Umsonst-und-draußen“-Veranstaltungen.

Die „Badeinsel-Regatta“ sei „wertvoll für Bremen“, sagt Heiser. Nach dem Bekanntwerden des Ausstiegs der Bierbrauer aus dem Event sei man deshalb von vielen Seiten angesprochen worden, auch von der Stadt. Mit der wolle man nun reden und damit Möglichkeiten ausloten, die Veranstaltung im kommenden Jahr wieder zum Leben zu erwecken. Dafür sucht Heiser nun Unterstützer und Sponsoren. In diesem Jahr hätten die Badeinseln am Sonnabend, 29. Juli, von der Schlachte Richtung Café Sand schwimmen sollen. Das es dazu kommt, sei unwahrscheinlich, „aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“. Spätestens im Mai, so Heiser, müsste dazu eine Entscheidung fallen.

Badeinselregatta in Bremen

Laut Heiser sei AB-Inbev bereit, das Event weiter zu unterstützen. Was könnte sich ändern mit einem neuen Veranstalter? Heiser: „Die Kernwerte – Regatta, Spaß, umsonst und draußen – sollen bleiben.“ Auch der Name könnte weiterhin Bestand haben, vielleicht vorneweg mit einem neuen (lokalen) Hauptsponsor. Heiser jedenfalls will alles daransetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Zeig mir dein Auto und ich sag dir wer du bist

Zeig mir dein Auto und ich sag dir wer du bist

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Meistgelesene Artikel

Zeremonie für Friedenssymbol des Dalai Lama in der Botanika

Zeremonie für Friedenssymbol des Dalai Lama in der Botanika

„Summer Sounds“: Technobässe, Jazz und Lichterketten

„Summer Sounds“: Technobässe, Jazz und Lichterketten

„Sommer in Lesmona“: „Blauer Himmel – fast wie hier“

„Sommer in Lesmona“: „Blauer Himmel – fast wie hier“

53-Jähriger nach Tritten gegen den Kopf notoperiert

53-Jähriger nach Tritten gegen den Kopf notoperiert

Kommentare