Konzert im Metropol-Theater

„Der Herr der Ringe & der Hobbit“: Von Hoffnung und Finsternis in Mittelerde

„Pippin“-Darsteller Billy Boyd führte mit seiner durchaus charmanten Art durch den Konzertabend. Zum Schluss nahm er die Gitarre zur Hand und bot eine Gesangseinlage. - Foto: Wiewelhove
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„Pippin“-Darsteller Billy Boyd führte mit seiner durchaus charmanten Art durch den Konzertabend. Zum Schluss nahm er die Gitarre zur Hand und bot eine Gesangseinlage.

Bremen - Von Jan Dirk Wiewelhove. Die Welt von Mittelerde kommt beim Bremer Publikum offenbar sehr gut an. Denn der Schlussapplaus des Konzerts „Der Herr der Ringe & der Hobbit“ hatte nichts mit norddeutscher Zurückhaltung gemein. Minutenlang feierten die Zuschauer die Musiker auf der Bühne des Metropol-Theaters.

Nur wenige Akkorde waren notwendig, um die Zuhörer aus der grauen Tristesse des Bremer Winters ins saftige Grün des Auenlandes zu katapultieren. Die Musik scheint auch 17 Jahre nach der Premiere des ersten „Herr-der- Ringe“-Films so eingängig zu sein, dass sich jeder Fan vorstellen konnte, wie es in den Häusern inmitten einer Hügellandschaft ausgesehen hat. Als dann „Pippin“-Darsteller Billy Boyd die Bühne betrat, gingen die ersten Jubelschreie durchs ausverkaufte Metropol-Theater. Der 50-Jährige führte charmant mit Erzählstücken durch das zweistündige Konzert.

Vom Auenland aus machten sich bekanntlich die Hobbits um „Frodo Beutlin“ auf den Weg, um die gefährliche Reise nach Mordor anzutreten – schließlich musste der eine Ring vernichtet werden. Die im Gegensatz zu den Filmen stark komprimierte Story sorgte für eine hektische Schnellebigkeit, die sich durch den Abend zog. Zwar sorgte Boyd mit seinen Erzählungen dafür, dass niemand den Faden verlor, aber durch die ständige musikalische Begleitung blieb nur wenig Zeit zum Abtauchen in die phantastische Welt von Tolkien. Immer weiter trieb es die mehr als 100 Mitwirkenden des Symphonie-Orchesters, des Auenland-Chores sowie die Zuschauer in Richtung des Schicksalsbergs.

Mehr als 100 Mitwirkende entführten die Besucher in die phantastische Welt von J.R.R. Tolkien. Neben einem Orchester und dem großen Chor verzauberten drei Solistinnen die Zuschauer mit Folklore-Tanz und Gesang auf engstem Raum.

Insbesondere die Klänge der Trommeln und der Blasinstrumente sorgten für eine furchterregende Kulisse, die immer wieder durch Einlagen eines Quartetts in Weiß (im Vordergrund des Fotos) durchbrochen wurde. Die Darbietung von Ed Sheerans „I see fire“ war einer von vielen Höhepunkten eines in sich stimmigen Konzerts. Obwohl damit die schwierige Reise der Gefährten beschrieben wurde, keimte wieder Hoffnung auf. Die drei Solistinnen des Ensembles taten ihr Übriges, um die Stimmung gänzlich aufzuhellen. Mit ihren glasklaren Stimmen und Darbietungen von Songs von Enya und Annie Lennox zogen sie die 1 400 Zuschauer in ihren Bann.

Dabei lieferten die Frauen nicht nur am Mikrofon eine starke Vorstellung ab, sondern präsentierten mitreißende Tanzeinlagen zu Irish-Folk-Klängen. Als sie Tanzpartner aus den ersten Reihen suchten, drohte doch noch die nordische Zurückhaltung durchzubrechen, aber einige Fans ließen sich zum Bühnentanz hinreißen. Der Ring wurde zerstört, Mordor war gefallen. Da hätte die Reise zu Ende sein können. Doch musste „Pippin“, der forsche Hobbit, selbst für den Schlusspunkt sorgen. Billy Boyd griff zur Gitarre und spielte ein gelungenes Solo. Der tosende Applaus war der gerechte Lohn für einen ergreifenden Abend!

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