Deutlicher Anstieg bei Energie-Beratungen

Strombedarf steigt seit Corona – der Verbraucher muss leiden

Immer mehr Menschen brauchen eine Beratung zu ihrem Energiebudget, denn der Strom verursacht seit Corona in etlichen Haushalten enorme Geldprobleme.

Bremen – Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verbringen die Menschen mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden, denn das öffentliche Leben war teils fast komplett heruntergefahren. Arbeiten und Schule von Zuhause, das wirkt sich auch auf den Stromverbrauch aus. Viele Familien stellte das vor finanzielle Probleme, die Nachfrage für Beratungen zum Energiebudget hätten sich demnach vervielfacht, teilte die Verbraucherzentrale in Bremen am Montag mit.

VerbandVerbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
Gründung1. November 2000
SitzBerlin
RechtsformEingetragener Verein

Wenn der Storm nicht bezahlt werden kann, dann kann schnell es heikel werden. Besonders seit Corona, wo die Menschen nicht mehr ausschließlich Zuhause wohnen, sondern vor allem auch arbeiten und lernen. Wenn der Strom aus finanziellen Rückständen abgeschaltet werden muss, ist die Existenz schnell bedroht. Speziell bei der zwischenzeitlichen Homeoffice-Pflicht.

Nachfrage für Energie-Beratung steigt in Bremen rapide

Mit Blick auf die Entwicklung in Bremen wird das Ausmaß verständlich. Vor Corona hätten Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale Bremen 147 Mal mit genau diesem Ernstfall zu tun – also Betroffene, denen drohte, dass ihnen der Strom abgestellt wird. 2020 lag die Zahl bereits bei 301 Fällen, also mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Im Jahr 2021 sind es sogar schon im ersten Halbjahr 313 Fälle und somit mehr als im gesamten Vorjahr.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist der Stromverbrauch bei vielen stark gestiegen.

„Häufig konnten wir kurz vor knapp noch vermitteln und Ratenzahlungen mit den Energieversorgern vereinbaren“, sagte die Vorständin der Bremer Verbraucherzentrale, Annabel Oelmann.

Verbraucherzentrale: Pandemie bringt Geldprobleme und Zukunftsangst

Ein geringer Anteil der Verbraucherinnen und Verbraucher habe seit Corona sogar mehr Geld zu Verfügung. Gründe dafür seien laut Verbraucherzentrale unter anderem ausgebliebene Urlaube, die aufgrund der pandemischen Lage über lange Strecken nicht möglich waren, so Oelmann.

Doch für eine viel größere Gruppe an Menschen habe die Pandemie finanzielle Probleme und Zukunftssorgen mit sich gebracht. „Das sind oft Haushalte, da war vorher die Kohle schon knapp. Dann wird es ganz schnell gefährlich“, sagte sie.

Besonders viele Rückabwicklungen für Reisen seit Corona

Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer in Bremen hatten in der Anfangszeit der Corona-Pandemie vor allem mit Rückabwicklungen von geplanten Reisen zu tun. Im Laufe der Zeit verlagerten sich die Anfragen auf offen stehende Kredite und eben die Energierechnung. 2020 wurde der Bremer Verbraucherschutz rund 30.000 Mal für Hilfe kontaktiert. Das ist ein Drittel mehr als noch 2019. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Sina Schuldt

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