VBN steigert Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen

Höchstwerte im Nordwesten

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Immer mehr Bremer und Buten-Bremer sind mit Bussen und Straßenbahnen im VBN-Land unterwegs. Der Verbund meldet Rekordzahlen. 

Bremen - Von Jörg Esser. Es läuft. „Busse und Bahnen sind im Nordwesten weiterhin auf einem guten Kurs“, sagt Rainer Counen, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN). Und präsentiert bei der Vorlage der Jahresbilanz am Dienstag in Bremen sogleich „neue Höchstwerte“.

32 Verkehrsunternehmen haben 2018 rund 176,6  Millionen Fahrgäste durch das 9 383 Quadratkilometer große VBN-Land kutschiert. Das waren 2,8 Millionen Fahrgäste (1,6 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Das ist laut Counen ein Rekordergebnis seit Gründung des Verbunds 1997. Auch die Fahrgeldeinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr – um 3,1 Prozent auf 226 Millionen Euro und ein Allzeithoch. Der VBN liegt mit seinen Zahlen zudem über Bundesschnitt. Hier kletterten die Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen im öffentlichen Personennahverkehr um 0,6 und 1,3 Prozent. „Der öffentliche Personennahverkehr wird als Lösung gesehen“, sagt Counen. Einer Mobilitätsstudie zufolge ist der Anteil des ÖPNV im VBN-Land auf derzeit neun Prozent gestiegen.

Der VBN bringt die Busse auf die Straße, die Straßenbahnen auf die Gleise. Aufgabenträger für den ÖPNV im Verbundgebiet von Cuxhaven bis Diepholz, von Ostfriesland bis Visselhövede ist der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN). Darin sind vier Städte und sechs Landkreise zusammengeschlossen. Diese zahlen in einen Fonds, aus dem der ZVBN Geld ausschüttet. Für das laufende Jahr seien 7,65 Millionen Euro bewilligt, sagt ZVBN-Geschäftsführer Christof Herr. 2016 flossen knapp 3,38 Millionen in Leistungsverbesserungen auf Buslinien, 1,6 Millionen Euro in Verbesserungen an Haltestellen und Bahnhöfen, rund 1,2 Millionen in Fahrgastinformationen sowie 1,08 Millionen Euro in die Marktforschung. Im Jahr 2019 sollen neun Millionen Euro ausgeschüttet werden, so Herr.

Auch am Liniennetz wird weiter gebastelt. Weitere Regionalbuslinien sollen zu Landesbuslinien aufgewertet werden. Im Dezember 2018 ist die neue Linie 150 von Bruchhausen-Vilsen nach Syke an den Start gegangen. Geplant sind zudem Verbindungen von Diepholz nach Sulingen (Linie 137), von Sulingen nach Bassum (Linie 123) und von Sulingen nach Nienburg (Linie 138). Ferner sind drei neue Linienbündel sowie drei Teilnetze zum 1. August ausgeschrieben worden – für die Bereiche Diepholz-Südwest, Diepholz-Südost und Wesermarsch-Nord sowie Rotenburg-Nord, -Mitte und -Süd.

Leichte Einbußen hat es hingegen bei den Bürgerbuslinien gegeben – die Zahl der Fahrgäste bei den 22 Bürgerbusvereinen unter anderem in Achim, Syke und Wildeshausen ist von 318 000 auf 286 000 Fahrgäste gesunken. Counen macht dafür unter anderem den heißen Sommer verantwortlich: „Da sind viele Senioren lieber zu Hause geblieben.“

Auch setzt der VBN immer mehr auf digitale Vertriebskanäle. Das Handyticket hat sich laut Counen etabliert. 2018 kauften 68 000 Kunden (plus 62 Prozent) über diesen Weg 229 000 Tickets (plus 71 Prozent). Zukünftig sollen die VBN-Handy-Tickets auch über den Deutsche-Bahn-Navigator und über „Moovel“ verkauft werden. Und eine BOB-App soll Anfang 2020 „live gehen“. Derzeit sind rund 130 000 BOB-Karten für den bargeldlosen Ticketverkauf im Umlauf. Das BOB-Ticket ist vor allem für Gelegenheitsfahrer gedacht.

Weitere Entwicklungen und Trends unter

www.vbn.de/verbund-bericht

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